2025,  2025 - Tourentagebuch Pyrenäen-Tour,  ANDORRA bis Mittelmeer

Tag 15 – Cerdanya & Conflent – Touren im katalonischen Pyrenäenabschnitt

Der eine Tag mehr in Andorra hat uns gut getan. Beim Packen haben wir inzwischen so viel Routine, dass wir bereits kurz nach 9 auf der Straße sind.

Abschied aus Andorra – die Sonne ist noch hinter den Bergen

Kreisverkehr um Kreisverkehr bewegen wir uns durch das verkehrsreiche Andorra la Vella in Richtung Spanien. Es geht stetig bergab bis wir bei La Seu d’Urgell in das Tal des El Segre einbiegen Richtung Osten. In sanften Kurven fahren wir bis Puigcerdà. Dort gönnen wir uns eine Rast und packen die Ersatzteiltasche von der SOL auf die KIRA um. Auf diese Weise kann ich bequem auf der SOL mitfahren, während KIRA hier Pause macht.

Ausflug mit der SOL über den Coll Merolla und die Collada de Toses

Die nächsten 2 Stunden fahren wir unzählige Kurven und umrunden damit einen ganzen Bergstock. Kurve an Kurve reiht sich hinauf zum Coll Merolla und hinunter ins Ribes-Tal ebenso. Auf einer Strecke von 21 km überwinden wir langsam und stetig 790 Höhenmeter, bis wir den Collada de Toses mit seinen 1.790 m erklommen haben.

Collada de Toses

Der Ausflug ist die Anstrengung wert: Es riecht nach Sommer, Raubvögel kreisen in der Luft, nach jeder Biegung eröffnet sich eine neue Facette der wunderschönen Landschaft.

Grandioser Blick auf die Pyrenäen auf der Collada de Toses

Oben am/auf der (?) Collada de Toses gönnen wir uns eine Rast und einen Imbiss. Wir haben noch einiges an Strecke vor uns und abends am Campingplatz brauchen wir dann nur mehr eine Jause essen. Besonders vielfältig ist das Speisenangebot hier nicht, daher fällt die Wahl auf Spezialburger.

Stärkung vor der Abfahrt nach Puigcerdà

Die katalanischen Pyrenäen präsentieren sich uns im Sonnenschein bei gut 30°, im Norden türmen sich Gewitterwolken. Auf dem Weg hinauf zum Col de Puymorens bekommen wir zwar einige Regenspritzer ab, doch das Gewitter scheint über Andorra hängen zu bleiben. Zu meinem Erstaunen sind oben auf dem Pass nur Häuserruinen zu finden. Unseren Sticker aufkleben und ein paar Fotos machen und runter ins Tal.

SOL am Col de Puymorens

Weiter geht es dann wieder mit beiden Motorrädern über den Col de la Perche hinunter ins Tal der Têt bis nach Prades, wo wir die nächsten 4 Nächte in unserem Zelt verbringen werden. Die Fahrt führt durch malerische Schluchten und gefühlt geht es unendlich lang bergab. Auf 1.579 m ist die Passhöhe des Col de la Perche, unser Zelt steht auf 330 m. Während der Fahrt ins Tal eröffnet sich immer wieder ein Blick auf die Eisenbahnstrecke des „train jaune“ mit ihren eindrucksvollen Bauwerken. Besonders imposant ist die Pont Gisclard, die sich eindrucksvoll über die Têt spannt.

Kurz nach 19 Uhr kommen wir beim Campingplatz an. Die Rezeption ist seit 19 Uhr geschlossen und der Platz ist voll.

Unser reservierter Zeltplatz in Prades

Glücklicherweise hatte ich reserviert und so finde ich neben meinem Namen die Platznummer und wir können mit dem Abladen und Zeltaufbau beginnen – beinahe beginnen, denn wir haben kein Brot fürs Abendessen besorgt und hier auf dem Platz kann man abends keines kaufen. Atlan schwingt sich auf sein Bike und fährt zum nächst gelegenen Supermarkt, um Brot und Wein aufzutreiben.

Der Zeltaufbau heute verläuft bestens abgestimmt und koordiniert – das können wir also auch 💖

unser Domizil für die nächsten Tage

Als unangenehme Überraschung präsentiert sich ein kaputtes Kofferschloss bei Atlans linkem Seitenkoffer. Dem müssen wir uns morgen widmen. Und Wäsche waschen ist ebenfalls angesagt.

Müde gönnen wir uns mehr als einen Schluck Wein und lassen das Gesehene und Erlebte nochmal Revue passieren.

unsere Tagesetappe: 322 km

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