Allgemein,  Weltreise

27.3.2026: Geänderte Reiseroute

Die politische Situation auf unserem schönen blauen Diamanten, auf welchem wir leben, verkompliziert sich zusehens. Generell war die Idee unsere Reise zunächst entlang der Seidenstrasse bis nach INDIEN zu gestalten und dann immer weiter nach Osten, von NEUSEELAND nach SÜDAMERIKA, danach nordwärts, von der US-Ostküste nach EUROPA zurück und dann nachhause nachdem wir Good-old-Europe ausreichend erkundet haben.

Leider hat RUSSLAND beschlossen eine seit mehr als 4 Jahren andauernde „Spezialoperation“ in der UKRAINE zu starten – und es gefällt denen dort so gut, dass sie garnicht aufhören wollen. Andererseits hat sich auch der US-Präsident die Angelegenheit mit dem IRAN wohl auch etwas anders vorgestellt.

Des weiteren sind während der AFGHANISTAN-Kriege Millionen Afghanies nach PAKISTAN geflohen was in Teilen des Landes zu erheblichen Schwierigkeiten geführt hat. Die pakistanische Regierung musste mehrere Feldzüge im eigenen Land führen, um die Machtstrukturen der Taliban dort zu zerschlagen, welche eine Art Staat-im-Staat gegründet hatten. Nachdem die USA mehr als 2 Trillionen Dollar (!) in AFGHANISTAN investiert hatten ohne einen stabilen US-freundlichen Staat erschaffen zu können, zogen sie (und auch ihre Alliierten) geradezu ruckartig ab. Die von den Pakistanis ausgerüsteten Taliban übernahmen die Macht und und PAKISTANs Absicht war es wohl, die Afghanies zurück in ihr eigenes Land zu exportieren um sie so loszuwerden. Das hat aber nicht ganz funktioniert, denn es gibt immer wieder Anschläge von Taliban in INDIEN, was INDIEN wiederum dazu veranlasst hat PAKISTAN in Worten und Taten militärisch auf die Pelle zu rücken. In Folge dessen wurde z.B. der einzige Grenzübergang PAKISTAN / INDIEN auf unabsehbare Zeit geschlossen.

RESULTAT: Um von GEORGIEN nach USBEKISTAN zu gelangen gibts nur 3 Wege (ausser Luftfracht):

  • Nördlich am KASPISCHEM MEER herum: von GEORGIEN über RUSSLAND – KASACHSTAN nach USBEKISTAN. Schlechte Idee, da die EU ja quasi im Krieg mit RUSSLAND ist.
  • SÜDLICH am KASPISCHEN MEER herum: von ARMENIEN (oder TÜRKEI) über den IRAN – TURKMENISTAN – USBEKISTAN. Noch schlechtere Idee, denn da fallen gerade die Bomben
  • mit der Fähre quer über das KASPISCHE MEER: Dazu müsste man von GEORGIEN aus nach ASERBAIDSCHAN einreisen und das ist für Touristen verboten: Die Grenze ist geschlossen

Selbst wenn wir es nach USBEKISTAN schaffen würden: Wie kommen wir nach INDIEN wenn die Grenze PAKISTAN / INDIEN geschlossen ist?

  1. Alternative: Wir durchqueren in 2 langen Tagen die 1000km durch den IRAK wobei wir uns strikt nur auf der Autobahn aufhalten und in keiner größeren Stadt haltmachen. Wir hätten genug Spritreserven um nicht einmal tanken zu müssen und könnten das im Extremfall sogar in einem einzigen Tag fahren. Von dort aus ginge es nach SAUDI ARABIEN. Wir könnten KUWAIT, BAHRAIN, QUATAR, VAE und OMAN besuchen und es gäbe sicher sehr viele wunderschön Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Von VAE oder OMAN könnten wir nach PAKISTAN oder INDIEN übersetzen. Nachteil: Spätestens im Mai ist es auf der Arabischen Halbinsel einfach zu heiss und Motorradfahren wird zur Hitzefolter. Außerdem würden wir so die gesamte Seidenstraße mit all ihren Wundern, immerhin ein Kernstück unser Tour, versäumen. Und dann – wie gehts dann weiter nach Fernost: Via NEPAL und CHINA? Viel zu viele Fragezeichen.
  2. Alternative: Es bietet sich an, die Reiseroute eben umzudrehen. D. h. die Reise in den USA zu beginnen. Die US-Administration hat aber ein Gesetz beschlossen, dass jeder Tourist bei Grenzübertritt auf Nachfrage alle Passwörter für alle sozialen Medien offenlegen muss. Dazu gehören auch WHATSAPP und SIGNAL. Da darüber allerdings unsere gesamte private, familieninterne Kommunikation läuft, und wir der Meinung sind, dass das niemanden etwas angeht weil eben „privat“, werden wir wohl die USA (und damit leider wohl auch KANADA) von unserer Reiseroute bis auf Weiteres streichen und unser Geld woanders ausgeben.
  3. Alternative: Somit war die Idee eben USA und CDN auszulassen, in MEXIKO anzufangen und uns von dort aus Richtung USHUAIA vorzuarbeiten. Unsere Idee, unsere Bikes per Schiff nach MEXIKO bringen zu lassen wurde uns jedoch von kundigen Personen ausgeredet, da die Zollbehörden in MEXIKO oft sehr viel länger mit der Zollabfertigung brauchen, als man Freilagertage hat und man anschliessend deshalb hohe Lagergebühren zahlen muss. Ratschlag diverser Speditionen: Transport nach PANAMA. Wenn wir MITTELAMERIKA bis zur BAJA CALIFORNIA erkunden wollten bräuchten wir mind 5000 – 8000 km Rückweg nur um wieder in PANAMA zu sein.

Beschluss: Wir verschiffen unsere Bikes von HAMBURG nach VALPARAISO (CHILE) ( https://intime-ham.com/ ), fahren südwärts bis USHUAIA und von dort nordwärts bis wir an der US-Grenze anstehen. Dann werden wir überlegen USA Ja / Nein, denn bis dahin ist es wahrscheinlich 2029 und die US-Gesetze haben sich u.U. geändert.

Wenn wir aber im Anfang März 2027 nach SÜDAMERIKA aufbrechen, ist dort Süd-Herbst. Der Süd-Sommer ist ja auf der Südhalbkugel dann wenn bei uns Winter ist. Ergo sollten wir dort nicht vor Oktober oder November hinkommen. Was machen wir von März 2027 bis Oktober 2027? Wir erkunden EUROPA: VILLACH – ITALIEN – MALTA – mit der Fähre nach SPANIEN – GIBRALTAR – MAROKKO – GIBRALTAR – SPANIEN – PORTUGAL – SPANIEN – FRANKREICH – GROSSBRITTANIEN – IRLAND – GROSSBRITTANIEN – BELGIEN – NIEDERLANDE – NORWEGEN – SCHWEDEN – ESTLAND – LETLAND – LITAUEN – POLEN – DEUTSCHLAND – Verschiffung nach SÜDAMERIKA.

Im April beginnen wir bereits einem Spanischkurs.

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