2025 - Tourentagebuch Pyrenäen-Tour,  Ausklang,  Motorrad-Touren

Tag 23 – Sightseeing in BARCELONA

Der erste Takt des Tages ist, in den Paterre zu gehen, weil dort die Besitzerin hingekommen ist, wir ein Formular auszufüllen müssen und die Kurtaxe bezahlen. Alles läuft sehr gut organisiert und mit Unterschrift ab, denn, wie wir erfahren, die Finanzpolizei hat auf solche Geschäfte ein aufmerksames Auge und die Strafen sind empfindlich.

Danach starten wir einen laaangen Spaziergang durch die Stadt. Er wird den ganzen Tag dauern. Mara ist wie immer bei solchen Gelegenheiten mit Warp-Faktor 10 unterwegs und ist kaum zu stoppen aber Atlan kennt das mittlerweile, legt seinerseits einen military-mode hin und kann locker mithalten. Als Gentleman trägt er den Rucksack, in welchem wir eine kleine Jause dabeihaben.

Wir marschieren in Richtung Innenstadt zur alten Kathedrale. Die Sagrada Familia haben wir beide schon einmal gesehen und falls wir sie irgendwann nochmals besuchen wollen, dann nach ihrer Fertigstellung. Vor der alten Kathedrale finde gerade ein Volksfest statt. Wir haben keine Ahnung was da gefeiert wird aber es ist sehr bunt und laut. Grosse Statuen werden durch die Stadt getragen, Feuerwerk wird abgebrannt und Darsteller haben sich verkleidet.


Unser erstes fixes Ziel heute ist die BOQUERIA – der große überdachte Markt von BARCELONA. Drinnen schieben sich die Leute durch die Gänge und auf den Verkaufstischen sind alle Waren so appetitlich angerichtet, dass es weise ist, nur mit vollem Magen dorthin zu gehen. Wir wandern systematisch durch die Gänge und lassen trotzdem eine Menge Geld dort liegen. Was uns vor Allem ins Auge springt sind ein paar Kleinigkeiten welche wir als Souveniers für die Daheimgebliebenen mitnehmen – und noch ein paar zusätzliche Dinge und dann noch… However: Der Rucksack ist dann voll und signifikant schwerer.


Als wir der Gewühl entkommen stehen wir auf der berühmten Flaniermeile von BARCELONA, der “Las Ramblas”. Berühmt ist die “Ramblas” ja – schön ist sie nicht. Beinahe gegenüber der BOQUERIA ist ein Erotikmuseum angeschrieben. Davor steht eine junge Dame drapiert wie Marilyn Monroe. Das ist mal was Anderes und der Eintritt ist ja auch nicht so teuer. Drinnen finden wir in vielen Räumen, gut präsentiert, die Geschichte der Erotik über alle Zeiten und alle Kulturkreise garniert mit vielen Fotos, Beschreibungen und Ausstellungsstücken. Es war sehr unterhaltsam und den Eintritt wert.
Atlan weiß einen Geheimtipp: Im Hafen steht eine hohe Säule und ganz oben eine Statue zu Ehren von Christopher Columbus. Die Barcelonesen glauben, dass er hier geboren wurde. Es gibt zwar keinen historischen Beweis und die Hinweise deuten eher auf GENUA hin – aber das kümmert den lokalen Patriotismus nicht. Im Inneren der Säule gibt es einen Aufzug rauf zu einer Aussichtsplatform. Zu dem kommt man nur durch eine Türe im Fundament der Säule hin. Wir waren schon am Vortag da, konnten aber auf einem Schild lesen, dass der Aufzug nur bis 16:00 Uhr geöffnet ist. Heute sehen wir genauer hin: Leider ist die Sehenswürdigkeit generell nicht mehr zu betreten. Schade.


Nebenan im Hafen gibt es einen Antiquitätenmarkt. Dort schnuppern wir in wenig herum, finden aber nichts was uns wirklich gefällt. Es sind jetzt schon eine Weile unterwegs, es ist später Nachmittag und uns werden langsam die Füsse schwer, weshalb wir beschließen nochmals durch die Innenstadt aber Richtung Unterkunft zu spazieren. Dabei kommen wir an einem Saxophonspieler, der einen echten Groove drauf hat vorbei.

Zuhause gibts Essen von den Vorräten. Wir gönnen uns auf der Dachterrasse noch eine Nachspeise und bewundern den romantischen Sonnenuntergang. Wir treffen dort oben auch einen Briten. Er ist Kapitän eines privaten Minenräumschiffes welches man engagieren will wenn man z.b. Pipelines im Meer oder Unterseekabel verlegen will und sicher sein will, dass dort unten dann keine Überraschungen warten. Er erzählt uns dann noch ein paar sehr spannende Dinge aus seiner Arbeit. Wie seiner Crew z.B. eine noch immer scharfe Seemine aus dem 2. Weltkrieg vom Bergungsnetz gerutscht war – gruselig.

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