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Von Finnland nach Norwegen – und immer weiter nach Norden
Knapp 350 km Tagesreise liegen heute vor uns. Zuvor jedoch will Atlan noch in den Souvenirshop auf der Suche nach Patches. Mich zieht das Samische Museum in seinen Bann. Vor dessen Eingang grast ein Rentier. Mittlerweile begegnen diese Tiere uns nun nahezu ĂŒberall. Es ist Mittag, als wir Inari verlassen. Eine kurvige StraĂe fĂŒhrt entlang tiefblauer Seen bis der Wegweiser „Nordkapp 344 km“ uns zum Abzweigen veranlasst. Die StraĂe fĂŒhrt nun nahezu schnurgerade durch endlose WĂ€lder bis nach Norwegen. Auf einem Rastplatz bestĂŒcken wir Motorradhose und -jacke mit Thermofutter – bei strahlendem Sonnenschein zur Verwunderung der kurzbehosten Auto-Reisenden. đ Eine kluge Entscheidung, wie sich bald herausstellen wird. FĂŒr eine Kaffeepause…
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Tag 8 – NORDKAP wir kommen
Atlan schreibt In der Nacht war es so heiĂ im Zimmer, dass die Bettlaken am Morgen pitschnass sind. Wir gönnen uns ein FrĂŒhstĂŒck und können zusehen, wie beinahe alle Biker sich auf den Weg machen. Einer davon ist etwas verzweifelt, weil sein Bike Ăl verliert. Ich rate ihm in der Zentrale von BMW in MĂŒnchen anzurufen, um die nĂ€chste autorisierte BMW-Werkstatt zu erfahren. Die können dort auch gleich einen Termin ausmachen. Wir lassen uns Zeit, besuchen zunĂ€chst den von einer Samenfamilie gefĂŒhrten Souveniershop und fĂŒllen dann unseren Tank wieder voll. Es gibt im Ort ein Samen-Museum welches diese ethnische Gruppe, ihre Kultur und Traditionen sowie die Landschaft beschreibt, in der…
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Zum Polarkreis und weiter in den finnischen Norden
Wunderbar ausgeschlafen gönnen wir uns ein FrĂŒhstĂŒck im Speisewagen. Um 11:03 Uhr Ortszeit kommen wir in Rovaniemi an. Umpacken, unser Reisemaskottchen auf dem Topcase befestigen, kurze Stadtbesichtigung, noch ein Kaffee, GetrĂ€nkevorrĂ€te auffĂŒllen und dann geht die Reise mit der SOL so richtig los. Kaum haben wir die Stadt verlassen, wartet ein Touristenspektakel auf uns: Arctic Circle/Polarkreis mit Weihnachtsmanndorf und Elfenrestaurant und allerlei Shops. Unvermittelt fĂ€hrt ein Motorrad zielstrebig auf den schmalen Parkplatz neben uns: Unsere Tischnachbarn von der FĂ€hre nach Helsinki. Wir begrĂŒĂen einander freudig. Die beiden haben die Tour-Organisation bei einem Reiseveranstalter gekauft. Alle Routen sind fein sĂ€uberlich beschrieben und alle Hotels bereits im Voraus gebucht. Sie sind mit…
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Tag 7 – eine meditative Fahrt durch FINNLANDs WĂ€lder
Atlan schreibt Der Wecker lĂ€utet gegen 07:30 Uhr. Wir sind gut ausgeschlafen und gönnen uns erstmal einen Kaffee im Bordrestaurant. Danach packen wir langsam unsere Sachen und schauen uns die Landschaft an, welche an uns vorbeizieht. PĂŒnktlich um 11:00 Uhr (OsteuropĂ€ische Zeit – also + 1 Stunde) kommen wir in ROVANIEMI an und können bald unser Bike abladen. Die Bahnmitarbeiter waren so freundlich und hatten schon die Spanngurte entfernt. WĂ€hrend ich mich um das Abladen der SOL kĂŒmmere, unterhĂ€lt sich Mara mit einer Ă€lteren Frau, welche offenbar hier in ROVANIEMI wohnt und ebenfalls mit dem Zug hierherfuhr. Die meint ernsthaft, dass wenn das mit der KlimaerwĂ€rmung so weiter geht, verkauft…
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Ă bo – ein Tag in der alten Hauptstadt
Wunderbar ausgeschlafen starten wir in den Tag. Leichter Nieselregen ist angekĂŒndigt, doch als wir mit unserer FrĂŒhstĂŒck&Packen-Routine fertig sind, ist es trocken. SOL ist noch nass vom nĂ€chtlichen Regen, die StraĂe trocknet bereits auf. Feines Besichtigungswetter fĂŒr das Freilichtmuseum LuostarinmĂ€ki/Klosterbacken. Der einzige Stadtteil, der bei dem verheerenden Brand 1827 nicht vernichtet wurde. Anhand der Geschichten von realen Bewohner:innen entsteht ein groĂartiger Einblick in das Leben und Handwerk der Zeit bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Eine beeindruckende Reise in die Vergangenheit. Die anschlieĂende Kaffeepause wird etwas lĂ€nger, denn der Himmel hat seine Schleusen geöffnet. Burg, Markthalle und Dom stehen noch auf dem Programm. Und dann zieht „The tall ships…
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Tag 6 – Besichtigung von TURKU, Ankunft eines GroĂseglers und Weiterfahrt mit einem Zug
Atlan schreibt Das Wetter heute droht schlecht zu sein. TatsĂ€chlich regnet es spĂ€ter so heftig, dass es zu kleinrĂ€umigen Ăberschwemmungen in TURKU kommt. In TURKU gibt es ein sehenswertes Freilichtmuseum. Im 16. Jahrhundert ist beinahe ganz TURKU durch ein GroĂfeuer abgebrannt. Nur ein Stadtteil blieb verschont. Dieser war beinahe unverĂ€ndert bis Beginn des 20. Jahrhunderts in Gebrauch. Es ist schon erstaunlich wie niedrig diese HĂ€user waren und wie wenig Komfort sie boten. Meist gab es eine Art Innenhof und die GebĂ€ude ringsum waren gröĂtenteils mit den Berufen belegt. Es gab Schneider, Zimmermann, Tabakwaren-hersteller, Möbeltischler, eine Poststation, einen Musik-instrumentenbauer, Polsterer, Schuster, BuchÂdrucker, Fotograf, Taverne, Weber, Kupferschmied, Zinnschmied usw.. Beinahe alle Werkzeuge…
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Helsinki und Turku/Ă bo
PĂŒnktlich legt unsere FĂ€hre in Helsinki an und wir können mit der SOL zĂŒgig von Bord fahren. Wie in TravemĂŒnde werden wir auch hier von einem Hafenfahrzeug eskortiert. Zwei Radfahrer an der Spitze der Kolonne der MotorrĂ€der. đČđČđđđđđđđ Vor der Fahrt in die alte Hauptstadt machen wir noch einen Sightseeing-Marsch durch Helsinki. Am Hafen ist ein groĂer Markt aufgebaut und wir finden unser Reisemaskottchen. đ« Das Navi fĂŒhrt uns raus aus der Stadt und wir wechseln bald von der Autobahn auf die LandstraĂe. Viele Seen, endlose Birken-MischwĂ€lder, riesige Hafer-Felder, sanfte HĂŒgel und grĂŒn in allen Schattierungen. GemĂ€chlich cruisen wir nach Turku/Ă bo, wo wir ausgiebig Zeit fĂŒr die Besichtigung eingeplant haben,…
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Tag 5 â HELSINKI, TURKU und (k)eine Flasche Wein
Atlan schreibt Wir haben uns einen Wecker gestellt, um rechtzeitig alle Vorbereitungen abschlieĂen zu können. Es ist etwas mĂŒhsam vom Faulenzen wieder auf AktivitĂ€t umzuschalten. Unsere Tischnachbarn im Speisesaal sind ebenfalls Biker und wollen ebenfalls ans NORDKAP. PĂŒnktlich um 10:00 Uhr bricht hektische AktivitĂ€t aus. Das Tor zum Ladedeck wird geöffnet und alle wollen zu ihren Fahrzeugen. Zuerst muss die VertĂ€uung der Bikes gelöst werden und dann haben die Motorradfahrer das Privileg als erstes die FĂ€hre verlassen zu dĂŒrfen. Wieder gibt es ein Auto, welches uns im Schneckentempo aus dem Schiff raus durch den Hafen ins Freie lotst. Diesmal hat das allerdings einen Grund: Es waren auch ein paar Radfahrer…
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Tag 4 â ein fauler Tag auf See
Atlan schreibt Die Fahrt auf der FĂ€hre verlĂ€uft ruhig. Die Sonne scheint, die Ostsee ist ruhig und der Wind warm. Langsam ziehen die Inseln BORNHOLM, ĂLAND und GOTLAND vorĂŒber. Kinder spielen am Hubschrauberlandeplatz – einfach ein Tag zum Ausspannen. Hin und wieder sehen wir andere Schiffe, welche meist in die gleiche Richtung fahren wie wir – Richtung HELSINKI. Das Bordessen ist erstaunlicherweise exzellent. Es geht nahtlos vom FrĂŒhstĂŒck zum Vormittagsbruunch zum Mittagessen zur Jause zum Abendessen zum Nachtsnack ĂŒber. Es wechseln nur die dargebotenen Speisen auf dem Selbstbedienungsbuffet. Nur am Nachmittag brauchen die Köche eine kleine Pause. Wir treffen eine Menge Biker und andere Reisende, welche alle ans NORDKAP wollen.…
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Ein Tag auf See
Es ist stockfinster in unserer Innenkabine, als Atlan mich aufweckt, drauĂen an Deck ist strahlend sonniger Morgen. In der zurĂŒckliegenden Ferne ist ein WindmĂŒhlenpark zu erkennen. Rechts von uns eine KĂŒste. Links im Dunst eine Erhebung, eine Ahnung von einem Berg. FrĂŒhstĂŒck ist angesagt. Ein ĂŒppiges Buffet erwartet uns, wĂ€hrend wir an Schwedens SĂŒdostkĂŒste entlanggleiten. âŽïž Rasten, trödeln, die frische Seeluft genieĂen – mehr haben wir heute nicht zu tun đ





















