{"id":955,"date":"2024-07-28T14:56:00","date_gmt":"2024-07-28T12:56:00","guid":{"rendered":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/?p=955"},"modified":"2025-04-20T01:21:49","modified_gmt":"2025-04-19T23:21:49","slug":"tag-17-sonntag-28-juli-2024-narvik-reifenwechsel-oder-doch-besser-die-batterie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/2024\/07\/28\/tag-17-sonntag-28-juli-2024-narvik-reifenwechsel-oder-doch-besser-die-batterie\/","title":{"rendered":"Tag 17 \u2013 NARVIK \u2013 Reifenwechsel oder doch besser die Batterie?"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-columns is-not-stacked-on-mobile is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><em>Im Grunde ist jedes Ungl\u00fcck gerade nur so schwer, wie man es nimmt.<\/em><\/p>\n<cite>Freifrau Marie von Ebner-Eschenbach<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Atlan schreibt<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie immer haben wir uns bereits am Vortag auf die Abfahrt vorbereitet. Vieles, was auf die SOL aufgeladen werden soll, befindet sich bereits im gro\u00dfen Vorzimmer bei der Eingangst\u00fcre. Besonders die Stiefel, Helme, Handschuhe, Motorradjacken und alles Regengewand. Wir fr\u00fchst\u00fccken bequem in der gro\u00dfen K\u00fcche und versuchen dann gute G\u00e4ste zu sein. Das Wissen, dass wir hier eigentlich die Privatr\u00e4ume des toten Gro\u00dfvaters des Vermieters bewohnen, l\u00e4sst uns sehr respektvoll mit der Einrichtung umgehen und alles so pico bello zu hinterlassen wie nur m\u00f6glich. Sp\u00e4ter hat Mara dann ein Mail an den Besitzer gesendet, in welchem sie sich noch einmal f\u00fcr die gro\u00dfartige Gastfreundschaft bedankt hat. Gegen 09:00 Uhr ist dann alles eingepackt, aufgeladen und wir fahren los. Wir wollen aber eine andere Stra\u00dfe als bei der Herfahrt ausprobieren und nehmen die 815, welche an der S\u00fcdk\u00fcste der LOFOTEN entlangf\u00fchrt. Diese Stra\u00dfe ist einsam, eng und wird offensichtlich nur von den Anwohnern benutzt. Gerade diese Einsamkeit, gepaart mit der wilden Berglandschaft und dem schmalen K\u00fcstenstreifen, auf welchem die 815 entlangf\u00fchrt sowie das Grau-in-Grau der Bew\u00f6lkung verleiht dieser Landschaft einen eigenen rauen Charme. Das Wetter hat sich immer noch nicht wesentlich gebessert, aber wenigstens hat sich der Regen bei m\u00e4\u00dfigen Temperaturen um die 15 Grad eingebremst. Den ganzen Tag bleiben die Stra\u00dfen feucht und immer wieder gibt es Nieselregen bis hin zum intensiven Regen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T17_1-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1111\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T17_1-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T17_1-300x169.jpg 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T17_1-768x432.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T17_1-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T17_1-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T17_1-1140x641.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Fahrt entlang der wolkenverhangenen S\u00fcdk\u00fcste von Lofoten<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video height=\"480\" style=\"aspect-ratio: 854 \/ 480;\" width=\"854\" controls src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Nordkaptour_T17_V2.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p>Unsere urspr\u00fcngliche Absicht mittels des Handys in der Handyhalterung zu navigieren, zerschl\u00e4gt sich, da die Handyhalterung beim Lenken nach links am Tankrucksack ansteht und damit enge Linkskurven nicht m\u00f6glich sind. Der Tankrucksack verbiegt dann auch noch das weiche Blech der Handyhalterung, weshalb Mara sich ab sofort die pinkfarbene, wasserdichte Handytasche einfach umh\u00e4ngt und mir via Helmfunk sagt wie ich fahren soll. Das f\u00fchrt dann dazu, dass wir die Handyhalterung niemals verwenden und ich sie dann auch zuhause in WIEN ungebraucht und verbogen demontiere. Letztendlich biegt die 815 wieder in die E10 ein, jener Stra\u00dfe, auf welcher wir hierhergekommen sind. Gegen 09:50 Uhr machen wir einen kurzen Fotostopp. Als wir weiterfahren, wird es offensichtlich, dass wir in eine Regenfront hineinfahren, aber wir finden keine M\u00f6glichkeit f\u00fcr ein sicheres Stehenbleiben, um uns die Regensachen anzuziehen. Das Anlegen der Regenkleidung wird immer dringender, sodass ich schlie\u00dflich auf einer sehr schmalen Ausweiche neben der belebten Stra\u00dfe vor einem Trafoh\u00e4uschen stehenbleiben muss. Ich kann mir die Regensachen schnell anziehen, aber Mara hat ein Problem mit ihrer Regenhose. Die ist zwar sehr gut, aber sie kann sie mit den neuen Motorradstiefeln im Gegensatz zu den alten Motorradstiefeln nicht mehr anziehen, ohne die Schuhe ausziehen zu m\u00fcssen. So nur mit Socken auf der nassen, kalten, schmutzigen Stra\u00dfe zu stehen ist alles andere als bequem, weshalb ich Mara den Putzfetzen zum Draufstellen gebe. Mit dem wische ich normalerweise die Frontscheibe klar oder trockne den Sitz ab. Heute ist er trocken und noch relativ sauber und Mara muss keine Balance\u00fcbungen auf einem Bein machen. Wir beenden diese Aktion gerade noch rechtzeitig, denn kaum, dass wir weiterfahren, f\u00e4ngt es auch schon intensiv zu regnen an.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen Mittag, es ist schon ca. 12:30 Uhr packt uns der Hunger und wir wollen wenigstens einen Kaffee haben. Wir sehen eine Tankstelle, welche von Weitem so aussieht, als w\u00e4re sie eine Harley-Davidson-Niederlassung. Es gibt eine Art Burger-Restaurant und das ist gut besucht. Wir suchen uns einen Burger aus, bekommen eine Nummer und warten dann, bis unsere Bestellung als fertig zur Abholung auf dem Monitor aufscheint. Es ist das gleiche System wie bei McDonalds. Es dauert eine Weile, bis wir dran sind aber auch in einem richtigen Restaurant bekommt man ja nicht alles gleich nach der Bestellung. Wir genie\u00dfen unser Essen und haben dabei immer die SOL drau\u00dfen am Parkplatz im Blickfeld. Das Essen ist zwar kein Gourmet-Men\u00fc aber es s\u00e4ttigt und der Kaffee hinterher tut gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen 15:50 Uhr kommen wir in die Peripherie von NARVIK und biegen auf einen gr\u00f6\u00dferen Parkplatz ein, um dort die Adresse des Hotels ins Handy einzugeben. Nur leider: Als wir weiterfahren wollen, springt die SOL nicht mehr an, sondern macht nur noch ein leises Rattern. Ich kenne dieses Ger\u00e4usch und wei\u00df sofort: Probleme mit der Batterie. Also Topcase auf, Starterpack heraus, rechten Seitendeckel mit dem Bordwerkzeug unterm Sitz abmontieren, um das Starterakku an die Batterie anschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Allein: das hilft nichts \u2013 die SOL springt trotzdem nicht an. Die Gesamtsituation ist unbefriedigend: Dies ist bereits die 3. oder 4. Batterie der SOL, wir stehen irgendwo am Stadtrand von NARVIK mit defekter Batterie und auch das Starterpack hilft nichts und es f\u00e4ngt wieder an zu regnen und es ist sp\u00e4ter Nachmittag. Summa Sumarum also eine mehr als suboptimale Situation. Meiner Philosophie folgend, dass es immer L\u00f6sungen gibt, man muss u.U. nur scharf nachdenken, um sie zu finden erinnere ich mich daran, dass ich einen \u00d6AMTC-Schutzbrief habe und der norwegische Automobilklub NAC ein Partnerklub des \u00d6AMTC ist. Also rufe ich von hier in NARVIK in WIEN die Notrufnummer des \u00d6AMTC an und bekommen rasch Hilfe. Zun\u00e4chst muss aber die Position akkordiert werden, an welcher ich mich befinde. Das ist problematisch, da ja das Navi nicht mehr funktioniert welches mir GPS-Koordinaten und Adresse h\u00e4tte sagen k\u00f6nnen. Egal: ich mache GOOGLE-Maps auf und dann folgt eine lebhafte Diskussion dar\u00fcber, wo wir uns befinden. Die Dame in WIEN hat GOOGLE-Maps ebenfalls ge\u00f6ffnet und so dauert es nicht lange bis wir uns auf eine Adresse geeinigt haben. Sie meint dann noch sie w\u00fcrde den NAC um Hilfe ersuchen, was u.U. aber etwas Zeit brauchen w\u00fcrde. Als sie auflegt, schieben wir wegen des Regens zun\u00e4chst einmal die SOL unter ein Vordach und warten dann. Unsere Frustration dr\u00fcckt sich laut in unserem Schweigen aus. Es dauert vielleicht 20 Minuten und schon ist das Servicefahrzeug des NAC da. Der junge Mann ist meiner Meinung: Die Ursache ist entweder die Lichtmaschine oder die Batterie. Als ich ihm mein Starterakku zeige, l\u00e4chelt er ein wenig und nimmt dann sein eigenes Starterakku. Er meint, dass man damit auch gro\u00dfen LKWs Starthilfe geben k\u00f6nnte. Tats\u00e4chlich ist sein Akkupack mindestens 3 x gr\u00f6\u00dfer als meines. Die SOL springt sofort an und wir k\u00f6nnen am Display des Bordcomputers sehen, wie die Batteriespannung rasch zunimmt. Das bedeutet, dass die Lichtmaschine ok ist und die Ursache bei der Batterie liegt. Jetzt nur nicht den Motor abw\u00fcrgen, denn der freundliche Mann f\u00e4hrt gleich zur n\u00e4chsten Panne weiter, gibt uns aber noch den Namen \u201eBILTEMA\u201c als Ratschlag und meint, dass das ein Gesch\u00e4ft hier in NARVIK w\u00e4re, wo wir sicher eine neue Batterie bekommen w\u00fcrden. Insges. hat die ganze Aktion nur 1 Stunde gedauert und gegen 17:00 Uhr kommen wir am nur eine kurze Distanz entfernten Hotelparkplatz an. Mara geht wie immer hinein und macht das Zimmer klar. Hotel und Parkplatz liegen an einem Hang, das Geb\u00e4ude unseres Zimmers ist nur ebenerdig und hat einen langen Gang, wo links und rechts die Zimmer weggehen. Unser Zimmer ist definitiv das letzte ganz hinten. Als dann alle Gep\u00e4ckst\u00fccke im Zimmer sind habe ich den Eindruck, dass meine Arme jetzt ein St\u00fcck l\u00e4nger sind. Das Ganze noch ein paarmal und ich kann mich an meinen Fu\u00dfsohlen kratzen, ohne mich zu b\u00fccken. Dort wo die SOL parkt, liegt ein Spanngurt am Boden. Den hat offenbar jemand hier verloren. Ich lasse ihn liegen, denn der Besitzer k\u00f6nnte ja zur\u00fcckkommen und ihn aufsammeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist zwar Sonntag aber in den skandinavischen L\u00e4ndern sieht man die katholische Sonntagsruhe nicht so eng \u2013 es sind ja die meisten Protestanten. Es gibt gleich neben dem Parkplatz der Unterkunft zwei Superm\u00e4rkte. Einer hat geschlossen und der andere ge\u00f6ffnet. Wir gehen also im Nieselregen ein wenig spazieren und dann einkaufen. Abendessen gibt\u2019s dann aus den mitgebrachten Lebensmitteln.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute sind wir ca. 295 km gefahren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mara schreibt<\/h2>\n\n\n\n<p>Am Vorabend haben wir bereits die Vorbereitungen f\u00fcr die Weiterreise getroffen. Die W\u00e4sche ist gewaschen, eine hier auf LOFOTEN erstandene Handyhalterung wurde auf dem Lenker befestigt. Sie stellt sich dann doch als unbrauchbar heraus: Der Tankrucksack und die Handyhalterung sind einander im Weg, sodass Atlan nicht mehr zur G\u00e4nze den Lenker drehen kann. Wir beschlie\u00dfen, dass ich das Handy in der Schutzh\u00fclle mit dem pinkfarbenen Verschluss und der pinkfarbenen Kordel kurz vor NARVIK mir umh\u00e4nge, damit ich den Weg zum Quartier ansagen kann. Ein letztes Fr\u00fchst\u00fcck in der ger\u00e4umigen K\u00fcche, der Geschirrsp\u00fcler einger\u00e4umt und eingeschaltet, der M\u00fcll nach den Anweisungen des Gastgebers getrennt und die SOL mit unseren Koffern und Taschen beladen \u2013 wir starten bei wolkenverhangenem Himmel und fahren die S\u00fcdk\u00fcste der Lofoteninsel Vestv\u00e5g\u00f8y entlang bis wir auf die E10 treffen. Diese f\u00fchrt uns den OFOTFJORD entlang bis nach NARVIK. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/GX010162_1724795347633-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-904\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/GX010162_1724795347633-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/GX010162_1724795347633-300x169.jpg 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/GX010162_1724795347633-768x432.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/GX010162_1724795347633-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/GX010162_1724795347633-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/GX010162_1724795347633-1140x641.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Fahrt entlang der S\u00fcdk\u00fcste von Lofoten<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/GX010162_1724795373217-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-903\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/GX010162_1724795373217-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/GX010162_1724795373217-300x169.jpg 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/GX010162_1724795373217-768x432.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/GX010162_1724795373217-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/GX010162_1724795373217-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/GX010162_1724795373217-1140x641.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">H\u00f6chst einfach als Co-Pilotin zum Navigieren, ich brauch mir nicht viel zu merken und kann die Fahrt entlang der K\u00fcste genie\u00dfen. \ud83d\ude0a<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video height=\"480\" style=\"aspect-ratio: 854 \/ 480;\" width=\"854\" controls src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Nordkaptour_T17_V1.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p>Rechtzeitig halten wir an und packen uns regenfest ein. Keine Minute zu fr\u00fch, denn schon beginnt es zu regnen und Atlan steuert die SOL geschickt auf der nun etwas st\u00e4rker befahrenen Hauptstra\u00dfe. Um die Mittagszeit machen wir Rast bei einer Tankstelle, die wie eine Rastst\u00e4tte ausgebaut ist. Das Schild erinnert gekonnt an Harley Davidson und lockt auch andere Motorradfahrer an zum Pause machen. Das Wetter l\u00e4dt zum Verweilen in der warmen Stube ein und wir dehnen unsere Kaffeepause zu einer Mittagspause aus. Viel Auswahl gibt es nicht, und so f\u00fcllen wir unsere M\u00e4gen mit Hamburger und Pommes. Die Toiletten sind unisex wie zumeist in NORWEGEN. Die Anstellerei ist f\u00fcr alle gleich. Das l\u00e4uft v\u00f6llig entspannt ab und ich w\u00fcnsche mir das in \u00d6STERREICH auch \ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p>Gest\u00e4rkt setzen wir unseren Weg nach NARVIK fort. Heute ist Sonntag, morgen fr\u00fch will Atlan sogleich bei der Reifenfirma anrufen und einen Termin f\u00fcr den Reifenwechsel ausmachen. Wir haben erstmal ein Hotelzimmer f\u00fcr eine Nacht. Morgen sehen wir weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Einfahrt nach NARVIK f\u00fchrt \u00fcber eine imposante Br\u00fccke. Sowohl die Br\u00fccke als auch die Stra\u00dfe entlang der Bucht sind mautpflichtig f\u00fcr zweispurige Fahrzeuge. Motorr\u00e4der sind von der Maut befreit. Kurz nach der Stadteinfahrt halten wir auf einem Kaufhaus-Parkplatz, um Atlans Handy in die Schutzh\u00fclle zu geben, damit ich den Weg ansagen kann. Der Regen hat aufgeh\u00f6rt und wir sind guten Mutes, denn nur mehr ein paar Minuten trennen uns von unserem Hotelzimmer, das in der N\u00e4he einer Schipiste gelegen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf zur letzten Etappe des Tages, doch SOL verweigert den Dienst: Schon in den Tagen zuvor und auch heute bei der Herfahrt mussten wir immer wieder Mal das Starterpack zu Hilfe nehmen, weil die Batteriespannung nicht ausreichte. Sehr eigenwillig: Nach vielen km Fahrt springt sie nach kurzem Halt nicht mehr an. Vorzugsweise macht sie das bei einem Tankstopp. Es ist ziemlich verwirrend. Und nun n\u00fctzt auch das Starterpack nichts: SOL bleibt unbeweglich, der Motor l\u00e4sst sich nicht starten. Atlan gr\u00e4bt seinen Schutzbrief aus und bald trifft Hilfe vor Ort bei uns ein. SOL wird gestartet und der Techniker beobachtet den Ladestand der Batterie. Seine Anamnese lautet: Wir brauchen eine neue. Er nennt uns ein Gesch\u00e4ft, wo wir morgen eine besorgen k\u00f6nnen und ist ziemlich sicher, dass sie eine f\u00fcr uns passende haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei laufendem Motor packen wir alles wieder ein und legen die letzten paar hundert Meter bis zum Quartier f\u00fcr heute Nacht erfolgreich zur\u00fcck. Dort laden wir erstmal die Koffer und Taschen in der Dusche ab und bringen sie in einen Zustand, wo man sie angreifen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Frisch geduscht g\u00f6nnen wir uns bei dem nasskalten Wetter noch einen kurzen Spaziergang und schmieden dann Pl\u00e4ne f\u00fcr morgen. Priorit\u00e4t Nr. 1 hat nun der Tausch der Batterie, erst wenn das erledigt ist, k\u00f6nnen wir den Reifenwechsel angehen. Angespannt geht der Tag zu Ende.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240729_085243-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-836\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240729_085243-768x1024.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240729_085243-225x300.jpg 225w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240729_085243-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240729_085243-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240729_085243-1140x1520.jpg 1140w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240729_085243-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Skipiste in NARVIK<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"410\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PAJ-Route-28.7.2024-1024x410.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1368\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PAJ-Route-28.7.2024-1024x410.png 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PAJ-Route-28.7.2024-300x120.png 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PAJ-Route-28.7.2024-768x307.png 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PAJ-Route-28.7.2024-1536x615.png 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PAJ-Route-28.7.2024-1140x456.png 1140w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PAJ-Route-28.7.2024.png 1834w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">unsere Tagesetappe<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-not-stacked-on-mobile is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Atlan schreibt Wie immer haben wir uns bereits am Vortag auf die Abfahrt vorbereitet. Vieles, was auf die SOL aufgeladen werden soll, befindet sich bereits im gro\u00dfen Vorzimmer bei der Eingangst\u00fcre. Besonders die Stiefel, Helme, Handschuhe, Motorradjacken und alles Regengewand. Wir fr\u00fchst\u00fccken bequem in der gro\u00dfen K\u00fcche und versuchen dann gute G\u00e4ste zu sein. Das Wissen, dass wir hier eigentlich die Privatr\u00e4ume des toten Gro\u00dfvaters des Vermieters bewohnen, l\u00e4sst uns sehr respektvoll mit der Einrichtung umgehen und alles so pico bello zu hinterlassen wie nur m\u00f6glich. Sp\u00e4ter hat Mara dann ein Mail an den Besitzer gesendet, in welchem sie sich noch einmal f\u00fcr die gro\u00dfartige Gastfreundschaft bedankt hat. Gegen 09:00 Uhr ist dann alles eingepackt, aufgeladen und wir fahren los. Wir wollen aber eine andere Stra\u00dfe als bei der Herfahrt ausprobieren und nehmen die 815, welche an der S\u00fcdk\u00fcste der LOFOTEN entlangf\u00fchrt. Diese Stra\u00dfe ist einsam, eng und wird offensichtlich nur von den Anwohnern benutzt. Gerade diese Einsamkeit, gepaart mit der wilden Berglandschaft und dem schmalen K\u00fcstenstreifen, auf welchem die 815 entlangf\u00fchrt sowie das Grau-in-Grau der Bew\u00f6lkung verleiht dieser Landschaft einen eigenen rauen Charme. Das Wetter hat sich immer noch nicht wesentlich gebessert, aber wenigstens hat sich der Regen bei m\u00e4\u00dfigen Temperaturen um die 15 Grad eingebremst. Den ganzen Tag bleiben die Stra\u00dfen feucht und immer wieder gibt es Nieselregen bis hin zum intensiven Regen. Unsere urspr\u00fcngliche Absicht mittels des Handys in der Handyhalterung zu navigieren, zerschl\u00e4gt sich, da die Handyhalterung beim Lenken nach links am Tankrucksack ansteht und damit enge Linkskurven nicht m\u00f6glich sind. Der Tankrucksack verbiegt dann auch noch das weiche Blech der Handyhalterung, weshalb Mara sich ab sofort die pinkfarbene, wasserdichte Handytasche einfach umh\u00e4ngt und mir via Helmfunk sagt wie ich fahren soll. Das f\u00fchrt dann dazu, dass wir die Handyhalterung niemals verwenden und ich sie dann auch zuhause in WIEN ungebraucht und verbogen demontiere. Letztendlich biegt die 815 wieder in die E10 ein, jener Stra\u00dfe, auf welcher wir hierhergekommen sind. Gegen 09:50 Uhr machen wir einen kurzen Fotostopp. Als wir weiterfahren, wird es offensichtlich, dass wir in eine Regenfront hineinfahren, aber wir finden keine M\u00f6glichkeit f\u00fcr ein sicheres Stehenbleiben, um uns die Regensachen anzuziehen. Das Anlegen der Regenkleidung wird immer dringender, sodass ich schlie\u00dflich auf einer sehr schmalen Ausweiche neben der belebten Stra\u00dfe vor einem Trafoh\u00e4uschen stehenbleiben muss. Ich kann mir die Regensachen schnell anziehen, aber Mara hat ein Problem mit ihrer Regenhose. Die ist zwar sehr gut, aber sie kann sie mit den neuen Motorradstiefeln im Gegensatz zu den alten Motorradstiefeln nicht mehr anziehen, ohne die Schuhe ausziehen zu m\u00fcssen. So nur mit Socken auf der nassen, kalten, schmutzigen Stra\u00dfe zu stehen ist alles andere als bequem, weshalb ich Mara den Putzfetzen zum Draufstellen gebe. Mit dem wische ich normalerweise die Frontscheibe klar oder trockne den Sitz ab. Heute ist er trocken und noch relativ sauber und Mara muss keine Balance\u00fcbungen auf einem Bein machen. Wir beenden diese Aktion gerade noch rechtzeitig, denn kaum, dass wir weiterfahren, f\u00e4ngt es auch schon intensiv zu regnen an. Gegen Mittag, es ist schon ca. 12:30 Uhr packt uns der Hunger und wir wollen wenigstens einen Kaffee haben. Wir sehen eine Tankstelle, welche von Weitem so aussieht, als w\u00e4re sie eine Harley-Davidson-Niederlassung. Es gibt eine Art Burger-Restaurant und das ist gut besucht. Wir suchen uns einen Burger aus, bekommen eine Nummer und warten dann, bis unsere Bestellung als fertig zur Abholung auf dem Monitor aufscheint. Es ist das gleiche System wie bei McDonalds. Es dauert eine Weile, bis wir dran sind aber auch in einem richtigen Restaurant bekommt man ja nicht alles gleich nach der Bestellung. Wir genie\u00dfen unser Essen und haben dabei immer die SOL drau\u00dfen am Parkplatz im Blickfeld. Das Essen ist zwar kein Gourmet-Men\u00fc aber es s\u00e4ttigt und der Kaffee hinterher tut gut. Gegen 15:50 Uhr kommen wir in die Peripherie von NARVIK und biegen auf einen gr\u00f6\u00dferen Parkplatz ein, um dort die Adresse des Hotels ins Handy einzugeben. Nur leider: Als wir weiterfahren wollen, springt die SOL nicht mehr an, sondern macht nur noch ein leises Rattern. Ich kenne dieses Ger\u00e4usch und wei\u00df sofort: Probleme mit der Batterie. Also Topcase auf, Starterpack heraus, rechten Seitendeckel mit dem Bordwerkzeug unterm Sitz abmontieren, um das Starterakku an die Batterie anschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Allein: das hilft nichts \u2013 die SOL springt trotzdem nicht an. Die Gesamtsituation ist unbefriedigend: Dies ist bereits die 3. oder 4. Batterie der SOL, wir stehen irgendwo am Stadtrand von NARVIK mit defekter Batterie und auch das Starterpack hilft nichts und es f\u00e4ngt wieder an zu regnen und es ist sp\u00e4ter Nachmittag. Summa Sumarum also eine mehr als suboptimale Situation. Meiner Philosophie folgend, dass es immer L\u00f6sungen gibt, man muss u.U. nur scharf nachdenken, um sie zu finden erinnere ich mich daran, dass ich einen \u00d6AMTC-Schutzbrief habe und der norwegische Automobilklub NAC ein Partnerklub des \u00d6AMTC ist. Also rufe ich von hier in NARVIK in WIEN die Notrufnummer des \u00d6AMTC an und bekommen rasch Hilfe. Zun\u00e4chst muss aber die Position akkordiert werden, an welcher ich mich befinde. Das ist problematisch, da ja das Navi nicht mehr funktioniert welches mir GPS-Koordinaten und Adresse h\u00e4tte sagen k\u00f6nnen. Egal: ich mache GOOGLE-Maps auf und dann folgt eine lebhafte Diskussion dar\u00fcber, wo wir uns befinden. Die Dame in WIEN hat GOOGLE-Maps ebenfalls ge\u00f6ffnet und so dauert es nicht lange bis wir uns auf eine Adresse geeinigt haben. Sie meint dann noch sie w\u00fcrde den NAC um Hilfe ersuchen, was u.U. aber etwas Zeit brauchen w\u00fcrde. Als sie auflegt, schieben wir wegen des Regens zun\u00e4chst einmal die SOL unter ein Vordach und warten dann. Unsere Frustration dr\u00fcckt sich laut in unserem Schweigen aus. Es dauert vielleicht 20 Minuten und schon ist das Servicefahrzeug des NAC da. Der junge Mann ist meiner Meinung: Die Ursache ist entweder die Lichtmaschine oder die Batterie. Als ich ihm mein Starterakku zeige, l\u00e4chelt er ein wenig und nimmt dann sein eigenes Starterakku. Er meint, dass man damit auch gro\u00dfen LKWs Starthilfe geben k\u00f6nnte. Tats\u00e4chlich ist sein Akkupack mindestens 3 x gr\u00f6\u00dfer als meines. Die SOL springt sofort an und wir k\u00f6nnen am Display des Bordcomputers sehen, wie die Batteriespannung rasch zunimmt. Das bedeutet, dass die Lichtmaschine ok ist und die Ursache bei der Batterie liegt. Jetzt nur nicht den Motor abw\u00fcrgen, denn der freundliche Mann f\u00e4hrt gleich zur n\u00e4chsten Panne weiter, gibt uns aber noch den Namen \u201eBILTEMA\u201c als Ratschlag und meint, dass das ein Gesch\u00e4ft hier in NARVIK w\u00e4re, wo wir sicher eine neue Batterie bekommen w\u00fcrden. Insges. hat die ganze Aktion nur 1 Stunde gedauert und gegen 17:00 Uhr kommen wir am nur eine kurze Distanz entfernten Hotelparkplatz an. Mara geht wie immer hinein und macht das Zimmer klar. Hotel und Parkplatz liegen an einem Hang, das Geb\u00e4ude unseres Zimmers ist nur ebenerdig und hat einen langen Gang, wo links und rechts die Zimmer weggehen. Unser Zimmer ist definitiv das letzte ganz hinten. Als dann alle Gep\u00e4ckst\u00fccke im Zimmer sind habe ich den Eindruck, dass meine Arme jetzt ein St\u00fcck l\u00e4nger sind. Das Ganze noch ein paarmal und ich kann mich an meinen Fu\u00dfsohlen kratzen, ohne mich zu b\u00fccken. Dort wo die SOL parkt, liegt ein Spanngurt am Boden. Den hat offenbar jemand hier verloren. Ich lasse ihn liegen, denn der Besitzer k\u00f6nnte ja zur\u00fcckkommen und ihn aufsammeln. Es ist zwar Sonntag aber in den skandinavischen L\u00e4ndern sieht man die katholische Sonntagsruhe nicht so eng \u2013 es sind ja die meisten Protestanten. Es gibt gleich neben dem Parkplatz der Unterkunft zwei Superm\u00e4rkte. Einer hat geschlossen und der andere ge\u00f6ffnet. Wir gehen also im Nieselregen ein wenig spazieren und dann einkaufen. Abendessen gibt\u2019s dann aus den mitgebrachten Lebensmitteln. Heute sind wir ca. 295 km gefahren. Mara schreibt Am Vorabend haben wir bereits die Vorbereitungen f\u00fcr die Weiterreise getroffen. Die W\u00e4sche ist gewaschen, eine hier auf LOFOTEN erstandene Handyhalterung wurde auf dem Lenker befestigt. Sie stellt sich dann doch als unbrauchbar heraus: Der Tankrucksack und die Handyhalterung sind einander im Weg, sodass Atlan nicht mehr zur G\u00e4nze den Lenker drehen kann. Wir beschlie\u00dfen, dass ich das Handy in der Schutzh\u00fclle mit dem pinkfarbenen Verschluss und der pinkfarbenen Kordel kurz vor NARVIK mir umh\u00e4nge, damit ich den Weg zum Quartier ansagen kann. Ein letztes Fr\u00fchst\u00fcck in der ger\u00e4umigen K\u00fcche, der Geschirrsp\u00fcler einger\u00e4umt und eingeschaltet, der M\u00fcll nach den Anweisungen des Gastgebers getrennt und die SOL mit unseren Koffern und Taschen beladen \u2013 wir starten bei wolkenverhangenem Himmel und fahren die S\u00fcdk\u00fcste der Lofoteninsel Vestv\u00e5g\u00f8y entlang bis wir auf die E10 treffen. Diese f\u00fchrt uns den OFOTFJORD entlang bis nach NARVIK. Rechtzeitig halten wir an und packen uns regenfest ein. Keine Minute zu fr\u00fch, denn schon beginnt es zu regnen und Atlan steuert die SOL geschickt auf der nun etwas st\u00e4rker befahrenen Hauptstra\u00dfe. Um die Mittagszeit machen wir Rast bei einer Tankstelle, die wie eine Rastst\u00e4tte ausgebaut ist. Das Schild erinnert gekonnt an Harley Davidson und lockt auch andere Motorradfahrer an zum Pause machen. Das Wetter l\u00e4dt zum Verweilen in der warmen Stube ein und wir dehnen unsere Kaffeepause zu einer Mittagspause aus. Viel Auswahl gibt es nicht, und so f\u00fcllen wir unsere M\u00e4gen mit Hamburger und Pommes. Die Toiletten sind unisex wie zumeist in NORWEGEN. Die Anstellerei ist f\u00fcr alle gleich. Das l\u00e4uft v\u00f6llig entspannt ab und ich w\u00fcnsche mir das in \u00d6STERREICH auch \ud83d\ude42 Gest\u00e4rkt setzen wir unseren Weg nach NARVIK fort. Heute ist Sonntag, morgen fr\u00fch will Atlan sogleich bei der Reifenfirma anrufen und einen Termin f\u00fcr den Reifenwechsel ausmachen. Wir haben erstmal ein Hotelzimmer f\u00fcr eine Nacht. Morgen sehen wir weiter. Die Einfahrt nach NARVIK f\u00fchrt \u00fcber eine imposante Br\u00fccke. Sowohl die Br\u00fccke als auch die Stra\u00dfe entlang der Bucht sind mautpflichtig f\u00fcr zweispurige Fahrzeuge. Motorr\u00e4der sind von der Maut befreit. Kurz nach der Stadteinfahrt halten wir auf einem Kaufhaus-Parkplatz, um Atlans Handy in die Schutzh\u00fclle zu geben, damit ich den Weg ansagen kann. Der Regen hat aufgeh\u00f6rt und wir sind guten Mutes, denn nur mehr ein paar Minuten trennen uns von unserem Hotelzimmer, das in der N\u00e4he einer Schipiste gelegen ist. Auf zur letzten Etappe des Tages, doch SOL verweigert den Dienst: Schon in den Tagen zuvor und auch heute bei der Herfahrt mussten wir immer wieder Mal das Starterpack zu Hilfe nehmen, weil die Batteriespannung nicht ausreichte. Sehr eigenwillig: Nach vielen km Fahrt springt sie nach kurzem Halt nicht mehr an. Vorzugsweise macht sie das bei einem Tankstopp. Es ist ziemlich verwirrend. Und nun n\u00fctzt auch das Starterpack nichts: SOL bleibt unbeweglich, der Motor l\u00e4sst sich nicht starten. Atlan gr\u00e4bt seinen Schutzbrief aus und bald trifft Hilfe vor Ort bei uns ein. SOL wird gestartet und der Techniker beobachtet den Ladestand der Batterie. Seine Anamnese lautet: Wir brauchen eine neue. Er nennt uns ein Gesch\u00e4ft, wo wir morgen eine besorgen k\u00f6nnen und ist ziemlich sicher, dass sie eine f\u00fcr uns passende haben. Bei laufendem Motor packen wir alles wieder ein und legen die letzten paar hundert Meter bis zum Quartier f\u00fcr heute Nacht erfolgreich zur\u00fcck. Dort laden wir erstmal die Koffer und Taschen in der Dusche ab und bringen sie in einen Zustand, wo man sie angreifen kann. Frisch geduscht g\u00f6nnen wir uns bei dem nasskalten Wetter noch einen kurzen Spaziergang und schmieden dann Pl\u00e4ne f\u00fcr morgen. Priorit\u00e4t Nr. 1 hat nun der Tausch der Batterie, erst wenn das erledigt ist, k\u00f6nnen wir den Reifenwechsel angehen. Angespannt geht der Tag zu Ende.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":904,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[126,137,22],"tags":[],"class_list":["post-955","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-tourentagebuch-nordkap-tour-2024","category-lofoten_norwegen_2024","category-bike-touren"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/955","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=955"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/955\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2417,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/955\/revisions\/2417"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/904"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=955"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=955"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=955"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}