{"id":953,"date":"2024-07-27T15:00:00","date_gmt":"2024-07-27T13:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/?p=953"},"modified":"2025-04-20T01:22:28","modified_gmt":"2025-04-19T23:22:28","slug":"tag-16-samstag-27-juli-2024-verlorene-schrauben-und-verregnete-wikinger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/2024\/07\/27\/tag-16-samstag-27-juli-2024-verlorene-schrauben-und-verregnete-wikinger\/","title":{"rendered":"Tag 16 \u2013 verlorene Schrauben und verregnete Wikinger"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-columns is-not-stacked-on-mobile is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><em>Manche f\u00fchlen den Regen, andere werden einfach nur nass<\/em>.<\/p>\n<cite>unbekannte Quelle<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Atlan schreibt<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz zu gestern sieht man heute am Himmel nur Wolken. Wir sind allein im Haus und genie\u00dfen die Gr\u00f6\u00dfe des uns zur Verf\u00fcgung stehenden Platzes. Wir faulenzen, Mara schreibt ein wenig ihren Blog und ich k\u00fcmmere mich um die SOL. Ich will die gestern erstandene Handyhalterung am Lenker der SOL montieren. Gl\u00fccklicherweise habe ich alles n\u00f6tige Werkzeug ja mit dabei und selbst wenn nicht, br\u00e4uchte ich ja nicht mehr als den Imbusschl\u00fcssel, der in der Verpackung der Handyhalterung enthalten ist. Als erstes demontiere ich jetzt einmal die alte Handyhalterung an der rechten Seite des Lenkers. Danach montiere ich die neue Halterung links. Als ich versuche das Handy in der wasserdichten Tasche einzuspannen sind die Backen der Halterung zu eng. Ich bin wohl heute nicht auf der H\u00f6he meiner Leistungsf\u00e4higkeit, denn ich vergesse, dass wir das ja gestern beim Kauf der Halterung ausprobiert haben und gehe frustriert hinauf zu Mara, welche im Wohnzimmer ihren Blog schreibt. Sie erinnert mich daran, dass es da ja eine Schraube gibt, mit welcher man die Breite der Halterung verstellen kann. Vielleicht habe ich heute einfach noch nicht genug Schlaf bekommen oder zu wenig Kaffee getrunken, denn ich gehe nochmals zur SOL finde die besagte Schraube und drehe die Schraube so lange bis die Backen der Halterung weit genug auseinander sind. Dabei drehe ich diese Schraube so weit heraus, dass ich sie vollkommen losl\u00f6se, weshalb sie dann runterf\u00e4llt und in den Tiefen des Motorrads auf Nimmerwiedersehen verschwindet. Auch langes Suchen, sch\u00fctteln usw. bringt nichts. Wieder gehe ich zu Mara hinauf und erz\u00e4hle ihr von meinem Missgeschick. Ihre Reaktion ist zwar geduldig, aber ich kann sehen, dass jetzt auch sie etwas entt\u00e4uscht ist. Ergo gehe ich nochmals runter und versuche nochmals diese vermaledeite Schraube zu finden. Ich finde sie zwar nicht, aber daf\u00fcr kommt der nette Besitzer des Hauses vorbei und fragt mich, was ich hier mache. Ich erz\u00e4hle ihm die Geschichte wobei mir einf\u00e4llt, dass ich ja eventuell ja einfach eine andere Schraube einsetzen k\u00f6nnte, wenn er eine passende h\u00e4tte. Nett und hilfsbereit, wie er nun einmal ist nimmt er mich mit in seine Werkstatt \u2013 wow \u2013 sowas in der Gr\u00f6\u00dfe und Ausstattung h\u00e4tte ich auch gerne \u2013 und gibt mir eine ganze Schachtel voller Schrauben, wo ich mir die passende raussuchen soll. Ich finde sogar eine passende und die ist sogar aus Edelstahl. Also nochmals ans Werk, die Schraube eingesetzt und jetzt passt alles. Nur dass man ab sofort f\u00fcr ein \u00c4ndern der Einstellung einen Gabelschl\u00fcssel braucht. Ich kann allerdings sehen, dass die Halterung in Konflikt mit unserem gro\u00dfen Tankrucksack kommen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist schon gegen 15:30 Uhr als wir uns endlich angezogen haben, um zu einer arch\u00e4ologischen Ausgrabungsstelle zu fahren, welche lt. Mara gro\u00dfe Bedeutung hat. Mittlerweile hat es zu regnen angefangen. Nur 4 Km in Richtung LEKNES zweigt eine Stra\u00dfe den H\u00fcgel hinauf ab und verschwindet hinter dem Kamm. Man kann sehen, dass diese Stra\u00dfe eine enge Kehre hat und man erahnen, dass man von dort oben einen gro\u00dfartigen Rundumblick haben wird. Wir fahren ergo die paar hundert Meter hinauf, genie\u00dfen die Spitzkehre und anschlie\u00dfend den weiten Blick in die Landschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach fahren wir nach LEKNES hinein und Mara kann sich erinnern irgendwo am Ortsanfang eine Tankstelle gesehen zu haben. Wir fahren schon auf Reserve also ist unsere n\u00e4chste T\u00e4tigkeit volltanken. Danach geht es weiter bis ins nur 12 km entfernte BORG. Dort wurde durch Zufall ein Wikinger-Langhaus gefunden. Der Bauer, dem das Grundst\u00fcck geh\u00f6rte, ackerte den Boden und fand ein paar seltsame Gegenst\u00e4nde. Die zeigte er einem Arch\u00e4ologen, der ob der Fundst\u00fccke hellauf begeistert war. Dort befand sich so um das Jahr 1000 ein gro\u00dfes Langhaus \u2013 der Sitz eines bedeutenden Wikingerh\u00e4uptlings. Sp\u00e4ter wurde nur wenige Meter von den Grundmauern dieses Langhauses ein Langhaus errichte, welches ungef\u00e4hr so aussieht wie das von damals. Man kann hineingehen und die vielen Ausstellungst\u00fccke bzw. deren Bedeutung besichtigen. So ein Langhaus war ein langes Geb\u00e4ude, in dem sich alles befand was wichtig war: Werkst\u00e4tten, St\u00e4lle, Festhalle, Vorratsr\u00e4ume, Schlafst\u00e4tten usw.. Viel Privatsph\u00e4re hatten die Leute damals nicht. Mir sind nicht viele Dinge im Ged\u00e4chtnis geblieben, aber folgendes fand ich doch schon erstaunlich: Zu Ehren der G\u00f6tter und um seine Position als H\u00e4uptling festigen zu k\u00f6nnen musste der H\u00e4uptling mindestens zweimal im Jahr ein Festessen mit Trinkgelage f\u00fcr die Gemeinschaft ausrichten. Daf\u00fcr wurde extra Gerste zum Bierbrauen angebaut. Mit anderen Worten: Der H\u00e4uptling war verpflichtet mindestens zweimal im Jahr f\u00fcr ein Bes\u00e4ufnis zu sorgen. Au\u00dferdem scheint er der einzige gewesen zu sein, der sowas wie ein ordentliches Bett hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt auch einen eigenen Museumsbau mit gro\u00dfer, informativer Ausstellung. Am Ende bin ich schon m\u00fcde und ersch\u00f6pft, denn ich habe die Motorradjacke und die Regenjacke an und schwitze im inneren der Geb\u00e4ude f\u00fcrchterlich. Drau\u00dfen andererseits regnet es mittlerweile in Str\u00f6men und es gibt keine Sitzgelegenheit. Au\u00dferdem habe ich heute von viel zu wenig getrunken. Im Museumsgeb\u00e4ude befindet sich auch ein Souveniershop und eine Restauration, wo wir uns einen Kaffee g\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"472\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T16_2-1024x472.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1110\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T16_2-1024x472.jpg 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T16_2-300x138.jpg 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T16_2-768x354.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T16_2-1536x709.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T16_2-2048x945.jpg 2048w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T16_2-1140x526.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Danach fahren wir wieder zur\u00fcck und kommen gegen 19:00 Uhr wieder in MORTSUND an. Unsere Sachen sind so triefend nass, dass wir sie gar nicht ins Stockwerk oberhalb hinauftragen wollen sondern sie direkt neben der Eingangst\u00fcre aufh\u00e4ngen und ausbreiten. Au\u00dferdem bereiten wir unsere Abreise f\u00fcr morgen vor.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mara schreibt<\/h2>\n\n\n\n<p>Am dritten Tag unseres Aufenthaltes regnet es und wir besuchen das Vikingermuseum in BORG. Das F\u00fcrstenhaus wurde rekonstruiert und bietet einen imposanten Eindruck vom Leben am Hofe des Wikingerf\u00fcrsten Olaf Tvennumbrunni. Er war der letzte seines Geschlechtes in einer 400j\u00e4hrigen Ahnenreihe an diesem Ort. Da er sich dem neuen K\u00f6nig nicht unterordnen wollte, wanderte er mit seinem Gefolge nach ISLAND aus.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T16_1-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1109\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T16_1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T16_1-300x225.jpg 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T16_1-768x576.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T16_1-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T16_1-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T16_1-1140x855.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kopie von Bildteppich-Fragmenten des OSEBERG-Schiffsgrabes<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"694\" height=\"912\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PAJ-Route-27.7.2024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1367\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PAJ-Route-27.7.2024.png 694w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PAJ-Route-27.7.2024-228x300.png 228w\" sizes=\"auto, (max-width: 694px) 100vw, 694px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">unsere Tagestour<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-not-stacked-on-mobile is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Atlan schreibt Im Gegensatz zu gestern sieht man heute am Himmel nur Wolken. 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Sie erinnert mich daran, dass es da ja eine Schraube gibt, mit welcher man die Breite der Halterung verstellen kann. Vielleicht habe ich heute einfach noch nicht genug Schlaf bekommen oder zu wenig Kaffee getrunken, denn ich gehe nochmals zur SOL finde die besagte Schraube und drehe die Schraube so lange bis die Backen der Halterung weit genug auseinander sind. Dabei drehe ich diese Schraube so weit heraus, dass ich sie vollkommen losl\u00f6se, weshalb sie dann runterf\u00e4llt und in den Tiefen des Motorrads auf Nimmerwiedersehen verschwindet. Auch langes Suchen, sch\u00fctteln usw. bringt nichts. Wieder gehe ich zu Mara hinauf und erz\u00e4hle ihr von meinem Missgeschick. Ihre Reaktion ist zwar geduldig, aber ich kann sehen, dass jetzt auch sie etwas entt\u00e4uscht ist. Ergo gehe ich nochmals runter und versuche nochmals diese vermaledeite Schraube zu finden. Ich finde sie zwar nicht, aber daf\u00fcr kommt der nette Besitzer des Hauses vorbei und fragt mich, was ich hier mache. 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Mittlerweile hat es zu regnen angefangen. Nur 4 Km in Richtung LEKNES zweigt eine Stra\u00dfe den H\u00fcgel hinauf ab und verschwindet hinter dem Kamm. Man kann sehen, dass diese Stra\u00dfe eine enge Kehre hat und man erahnen, dass man von dort oben einen gro\u00dfartigen Rundumblick haben wird. Wir fahren ergo die paar hundert Meter hinauf, genie\u00dfen die Spitzkehre und anschlie\u00dfend den weiten Blick in die Landschaft. Danach fahren wir nach LEKNES hinein und Mara kann sich erinnern irgendwo am Ortsanfang eine Tankstelle gesehen zu haben. Wir fahren schon auf Reserve also ist unsere n\u00e4chste T\u00e4tigkeit volltanken. Danach geht es weiter bis ins nur 12 km entfernte BORG. Dort wurde durch Zufall ein Wikinger-Langhaus gefunden. Der Bauer, dem das Grundst\u00fcck geh\u00f6rte, ackerte den Boden und fand ein paar seltsame Gegenst\u00e4nde. Die zeigte er einem Arch\u00e4ologen, der ob der Fundst\u00fccke hellauf begeistert war. Dort befand sich so um das Jahr 1000 ein gro\u00dfes Langhaus \u2013 der Sitz eines bedeutenden Wikingerh\u00e4uptlings. Sp\u00e4ter wurde nur wenige Meter von den Grundmauern dieses Langhauses ein Langhaus errichte, welches ungef\u00e4hr so aussieht wie das von damals. Man kann hineingehen und die vielen Ausstellungst\u00fccke bzw. deren Bedeutung besichtigen. So ein Langhaus war ein langes Geb\u00e4ude, in dem sich alles befand was wichtig war: Werkst\u00e4tten, St\u00e4lle, Festhalle, Vorratsr\u00e4ume, Schlafst\u00e4tten usw.. Viel Privatsph\u00e4re hatten die Leute damals nicht. Mir sind nicht viele Dinge im Ged\u00e4chtnis geblieben, aber folgendes fand ich doch schon erstaunlich: Zu Ehren der G\u00f6tter und um seine Position als H\u00e4uptling festigen zu k\u00f6nnen musste der H\u00e4uptling mindestens zweimal im Jahr ein Festessen mit Trinkgelage f\u00fcr die Gemeinschaft ausrichten. Daf\u00fcr wurde extra Gerste zum Bierbrauen angebaut. Mit anderen Worten: Der H\u00e4uptling war verpflichtet mindestens zweimal im Jahr f\u00fcr ein Bes\u00e4ufnis zu sorgen. Au\u00dferdem scheint er der einzige gewesen zu sein, der sowas wie ein ordentliches Bett hatte. Es gibt auch einen eigenen Museumsbau mit gro\u00dfer, informativer Ausstellung. Am Ende bin ich schon m\u00fcde und ersch\u00f6pft, denn ich habe die Motorradjacke und die Regenjacke an und schwitze im inneren der Geb\u00e4ude f\u00fcrchterlich. Drau\u00dfen andererseits regnet es mittlerweile in Str\u00f6men und es gibt keine Sitzgelegenheit. Au\u00dferdem habe ich heute von viel zu wenig getrunken. Im Museumsgeb\u00e4ude befindet sich auch ein Souveniershop und eine Restauration, wo wir uns einen Kaffee g\u00f6nnen. Danach fahren wir wieder zur\u00fcck und kommen gegen 19:00 Uhr wieder in MORTSUND an. Unsere Sachen sind so triefend nass, dass wir sie gar nicht ins Stockwerk oberhalb hinauftragen wollen sondern sie direkt neben der Eingangst\u00fcre aufh\u00e4ngen und ausbreiten. Au\u00dferdem bereiten wir unsere Abreise f\u00fcr morgen vor. Mara schreibt Am dritten Tag unseres Aufenthaltes regnet es und wir besuchen das Vikingermuseum in BORG. Das F\u00fcrstenhaus wurde rekonstruiert und bietet einen imposanten Eindruck vom Leben am Hofe des Wikingerf\u00fcrsten Olaf Tvennumbrunni. Er war der letzte seines Geschlechtes in einer 400j\u00e4hrigen Ahnenreihe an diesem Ort. 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