{"id":949,"date":"2024-07-25T17:03:00","date_gmt":"2024-07-25T15:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/?p=949"},"modified":"2025-04-20T01:23:01","modified_gmt":"2025-04-19T23:23:01","slug":"tag-14-donnerstag-25-juli-2024-die-reste-des-caledonischen-gebirgsrueckens-die-lofoten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/2024\/07\/25\/tag-14-donnerstag-25-juli-2024-die-reste-des-caledonischen-gebirgsrueckens-die-lofoten\/","title":{"rendered":"Tag 14 \u2013 die Reste des kaledonischen Gebirgsr\u00fcckens \u2013 die LOFOTEN"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-columns is-not-stacked-on-mobile is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><em>Das Gl\u00fcck erkennt man nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Herzen.<\/em><\/p>\n<cite>Norwegiscxhe Levensweisheit<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Atlan schreibt<\/h2>\n\n\n\n<p>Es ist schon erstaunlich wie diszipliniert Menschen auf einem Campingplatz sind. Binnen weniger Minuten am Abend erstirbt jedes Ger\u00e4usch damit alle schlafen k\u00f6nnen und auch in der Fr\u00fch ist alle Ger\u00e4usche eher ged\u00e4mpft. Kein lautes Schreien, aufheulen von Motoren, Streit oder laute Kinder um 6 Uhr morgens. Hinzu kommt noch, dass wir immer noch weit jenseits des Polarkreises sind, und damit irritierenderweise die nat\u00fcrliche Unterscheidung zwischen Tag und Nach wegf\u00e4llt. Man verliert sofort wesentliche Teile des eigenen Zeitgef\u00fchls.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz Augenbinde und St\u00f6psel in den Ohren weckt mich meine innere Uhr gegen 07:00 Uhr auf. Mara braucht noch etwas aber dann nach 08:00 Uhr nehmen wir unserem Tag in Angriff. Mara geht zun\u00e4chst in den Nasszellenbereich, um sich frisch zu machen und danach Atlan, weil ja immer einer bei unseren Sachen sein soll. Der Himmel ist bew\u00f6lkt aber das Wetter bessert sich w\u00e4hrend des Tages und wird beinahe wolkenlos und schw\u00fcl. Die Nacht war trocken und es gibt auch nur wenig Morgentau. Wir lassen uns Zeit, richten unsere Sachen her und fangen an zu packen. Das zusammenfalten des Zelts geht schon ziemlich schnell, aber ich stehe immer noch in kurzer Hose und T-Shirt da, weil ich mich gerne duschen w\u00fcrde. Als ersten Takt des Tages g\u00f6nnen wir uns aber ein Fr\u00fchst\u00fcck mit Kaffee und Croissant an der Rezeption des Campingplatzes und wir sind nicht die einzigen die dort etwas wollen. Die junge Dame und ihr Kollege sind etwas \u00fcberlastet von all den Fr\u00fchst\u00fccksanfragen, Brotverk\u00e4ufen und Leuten, die gerne zahlen und abreisen wollen. Trotzdem bekommen wir bald unsere Bestellung, es ist mittlerweile nach 09:00 Uhr, und genie\u00dfen gem\u00fctlich den Beginn des Tages.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach wollen wir aber endlich in Bewegung kommen, aber das ist leider nicht so einfach. Wir packen zwar alles zusammen, was im Moment m\u00f6glich ist, aber Mara will sich duschen gehen. Das ist gar nicht so einfach, weil sich mittlerweile vor den Duschen Warteschlangen gebildet haben. Der Campingplatz ist weit entfernt davon voll zu sein und ich will mir nicht vorstellen, wie das w\u00e4re, wenn doppelt so viele Leute anwesend w\u00e4ren. Die ganze Anlage macht einen sehr provisorischen Eindruck. Offenbar hat das Alles klein angefangen und die Besitzer haben immer selbst etwas dazu gebaut, konnten aber mit dem wachsenden Ansturm nicht mithalten. Irgendwann kommt Mara dann frisch geduscht und gut gelaunt zur\u00fcck und jetzt w\u00e4re ich an der Reihe. Zun\u00e4chst muss ich mir mal die Duschen suchen. Ich sehe eine Warteschlange im Bereich f\u00fcr M\u00e4nner und denke mir, dass dies viel zu wenig Duschen sind. Da muss es woanders noch mehr geben. Ich suche und finde eine zweite Warteschlange, welche noch l\u00e4nger ist. Als ich zur ersten Wartesachlange zur\u00fcckgehe, ist die mittlerweile noch l\u00e4nger geworden. Mindestens 6 bis 8 Personen warten darauf sich erfrischen zu k\u00f6nnen. Wenn ich optimistische 15 Minuten pro Person rechne, muss ich da wahrscheinlich mindestens 30 bis 45 Minuten in der Gegend herumstehen. Ich gebe also auf und gehe frustriert zur\u00fcck zu unseren Sachen. W\u00e4hrend Mara schon angezogen ist, stehe ich immer noch in Bermudashorts und T-Shirt in der Gegend. Jetzt aber rasch an- bzw. umziehen und dann abdampfen Richtung LOFOTEN. Es ist schon gegen 11:15 Uhr Mittag als wir endlich losfahren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist unser erster Tag ohne Navi. Ich gebe Mara mein Handy, denn mein Diensthandy hat einen der h\u00f6chsten Tarife bei T-MOBILE weshalb mir auch gro\u00dfer Datenverkehr egal sein kann. Mara soll mich via GOOGLE-MAPS ans Ziel steuern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video height=\"480\" style=\"aspect-ratio: 854 \/ 480;\" width=\"854\" controls src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Nordkaptour_T14_V3.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video height=\"480\" style=\"aspect-ratio: 854 \/ 480;\" width=\"854\" controls src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Nordkaptour_T14_V2.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir fahren wie geplant an westlichen Rand der Inseln AND\u00d8YA entlang, erreichen bei DRAGNES die Stra\u00dfe Nr. 82 und machen dann gegen 12:00 Uhr erstmals eine kleine Pause auf einer Ausweiche neben der Stra\u00dfe. Pl\u00f6tzlich h\u00f6ren wir, wie sich bei einem Auto, welches vorbeifahren will, das Abrollger\u00e4usch der Reifen \u00e4ndert. Das Auto hat offenbar genau in diesem Moment einen Reifenschaden erlitten und rollt auf unserer Ausweiche aus. Es steigt ein \u00e4lterer Herr aus, der aber leider kein Englisch kann. Wir w\u00fcrden ihm ja gerne helfen aber wir k\u00f6nnen uns ihm nicht verst\u00e4ndlich machen. Als ich ihn mit Handbewegung bedeute, dass er den Reservereifen auspacken soll, \u00f6ffnet er den Kofferraum &#8211; und da ist zwar ein Wagenkreuz und ein Wagenheber drin aber kein Reservereifen. Als n\u00e4chstes versuchen wir ihm nahezulegen, den NAC, den norwegischen Automobilklub anzurufen aber irgendwie scheinen wir nicht zu ihm durchzudringen. Irgendwann telefoniert er dann und winkt dann all unsere Bem\u00fchungen ab. Auch gut. Wenn er nicht will, werden wir uns nicht aufdr\u00e4ngen und nach ca. 20 Minuten fahren wir weiter. Kurz nach 12:30 Uhr bleiben wir mal stehen und kontrollieren, ob wir auf der richtigen Stra\u00dfe sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wird hei\u00df und schw\u00fcl. Wir haben Durst und unsere Getr\u00e4nkeflaschen sind schon leer. Also bleiben wir kurz nach 13:00 Uhr auf dem Parkplatz eines Supermarktes stehen und versorgen uns mit allem, was wir brauchen. Drinnen ist es angenehm k\u00fchl. Der Parkplatz des Supermarkts liegt direkt an einer belebten Stra\u00dfe und in der Ferne k\u00f6nnen wir eine wundersch\u00f6ne Br\u00fccke hin\u00fcber nach SORTLAND sehen. Neben der Stra\u00dfe bl\u00fchen ganze Felder von violetten Blumen, was zusammen mit dem guten Wetter eine perfektes Fotomotiv ergibt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"472\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_2-1024x472.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1094\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_2-1024x472.jpg 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_2-300x138.jpg 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_2-768x354.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_2-1536x709.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_2-2048x945.jpg 2048w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_2-1140x526.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Was wir nicht merken, ist, dass wir eigentlich Richtung SORTLAND \u00fcber die Br\u00fccken fahren sollten, weil das unser Plan war. Wir hatten in der Planungsphase dieser Reise die Absicht via SORTLAND weiter auf der 82 zu bleiben um dann Die F\u00e4hre MELBU \u2013 FISKEBOL zu nehmen. Die Idee war, Teile der E10 zu umgehen, damit wir bei der Weiterfahrt so wenig wie m\u00f6glich Stra\u00dfenst\u00fccke zweimal fahren, sondern immer was Neues unter die R\u00e4der bekommen. So aber fahren wir dann weiter auf der 85 Richtung LANGVASSBUKTA, um bei GULLESFJORD auf die E10 einzubiegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen 14:45 Uhr &#8211; wir fahren schon eine ganze Weile auf der E10 &#8211; wollen mal unseren Kehrseiten eine Pause g\u00f6nnen und m\u00f6chte ich mich mal in die B\u00fcsche verdr\u00fccken. Neben dem Rastplatz, wo wir stehen bleiben, kommt eine Stra\u00dfe vom Meer hoch. Da scheint nicht viel los zu sein, denn es gibt definitiv keinen Verkehr darauf. Also stelle ich mich hinter einen Busch auf die Stra\u00dfe, um mich zu erleichtern aber gerade in diesem Augenblick kommt eine ganze Fahrzeugkolonne vorbei. Superpeinlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir bleiben dann nochmals nach einer Br\u00fccke gegen 15:45 Uhr stehen, denn hier gibt es was Besonderes zu sehen. Ein Teil des Meeres ist durch den Damm, auf dem sich die Stra\u00dfe befindet vom restlichen Meer abgetrennt. Nur eine kleine \u00d6ffnung unter einer Br\u00fccke verbindet die Wasser. Aufgrund der Gezeiten hat sich zwischen \u201eDrinnen\u201c und \u201eDraussen\u201c ein H\u00f6henunterschied der Gew\u00e4sser ergeben und das Wasser des Atlantiks dr\u00e4ngt jetzt mit Wucht durch den kleinen Durchlass in die Bucht. Dieser Wasserstrudel ist so sehenswert, dass wir nach der Br\u00fccke sofort stehenbleiben, um das auf Foto und Video zu bannen. Es scheint eine kleinere Ausgabe von SALTSTRAUMEN s\u00fcdlich von NARVIK zu sein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"472\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_3-1024x472.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1095\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_3-1024x472.jpg 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_3-300x138.jpg 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_3-768x354.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_3-1536x709.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_3-2048x945.jpg 2048w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_3-1140x526.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Gegen 17:30 Uhr kommen wir in MORTSUND an. Anfangs fahren wir an der Einfahrt zu diesem Geh\u00f6ft vorbei, aber dann bleibe ich drau\u00dfen stehen und Mara geht hinein, um das Zimmer klarzumachen. Wir erfahren Erstaunliches: Dies ist das Haus des Gro\u00dfvaters des Vermieters. Er hatte es als Unterkunft zum ersten Mal angeboten und nur wenige Minuten nach dem Online-stellen des Angebots auf <a href=\"https:\/\/booking.com\">https:\/\/booking.com<\/a> buchten bereits ein Schweizer Ehepaar eines der beiden Zimmer und nur Minuten darauf wir das Zimmer. Wir sind also seine ersten G\u00e4ste \u00fcberhaupt. Die Schweizer haben ein Zimmer mit Bad\/WC am Gang genommen, w\u00e4hrend wir ein eigenes Bad und WC haben, aber keinerlei Ablagem\u00f6glichkeiten oder K\u00e4sten. Es hat aber trotzdem alles seinen eigenen Charme. Die Schweizer sind auch schon gestern angekommen und werden morgen abreisen. Ab dann werden wir offenbar allein im Haus sein. Wie uns der sympathische Vermieter erkl\u00e4rt, ist das f\u00fcr ihn zun\u00e4chst einmal nur ein Versuch. Wie er sp\u00e4ter weiter macht, wei\u00df er noch nicht. Als ich auf den Vorplatz zwischen Haus und Scheune einfahre, sind hektische Aktivit\u00e4ten zu erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Uns wird erkl\u00e4rt, dass hier und heute in der Scheune eine Oper aufgef\u00fchrt wird. Die Handlung der Oper hat einen realen Hintergrund. Im 15. Jahrhundert ist ein Seefahrer aus Kreta in venezianischem Auftrag auf Expedition in den hohen Norden gesendet worden. Sein Schiff erlitt Schiffbruch und die Besatzung konnte sich auf eine kleine Insel retten wo sie von Einheimischen gerettet und aufgenommen wurde. Jahre sp\u00e4ter kam dann der Seefahrer wieder nachhause und erstattete schriftlich Bericht. Die Oper w\u00e4re sozusagen eine musikalische Pr\u00e4sentation der Ereignisse von damals.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich stelle die SOL etwas abseits hin und trage alles Gep\u00e4ck in unser Zimmer in den ersten Stock. Als ich die letzten Gep\u00e4ckst\u00fccke hinauftrage, bittet mich der Besitzer der Unterkunft die SOL hinters Haus zu stellen. Seine Begr\u00fcndung ist witzig. Er meint, dass zur Oper haupts\u00e4chlich \u00e4ltere Personen kommen w\u00fcrden und die ganze Umgebung wahrscheinlich mit Autos zugeparkt sein w\u00fcrde. Wenn ich die SOL hinterm Haus quasi \u201everstecke\u201c w\u00fcrde sie nicht Gefahr laufen von einem sehbehinderten Pension\u00e4r umgefahren zu werden. Wir sehen auch, dass jetzt viele St\u00fchle in den Hof gestellt werden, weil entschieden wurde, dass aufgrund des guten Wetters die Auff\u00fchrung im Freien stattfinden kann. Die Auff\u00fchrung der Oper war eine sehr kurzfristige Entscheidung.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video height=\"480\" style=\"aspect-ratio: 854 \/ 480;\" width=\"854\" controls src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Nordkaptour_T14_V1.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Ohne Werbung w\u00e4ren binnen 3 Tagen \u00fcber das letzte Wochenende alle Karten ausverkauft worden. Es sind ja ohnehin nur ca. 200 Karten, weil in der ganzen Umgebung nicht mehr als diese 200 St\u00fchle aufzutreiben waren. Auf den LOFOTEN leben dauerhaft nicht allzu viele Menschen und man kennt sich gegenseitig. Man hilft sich gegenseitig, ist oft auf sich allein gestellt und wenn einer was unternimmt, bekommt er sicher Unterst\u00fctzung von seinen Nachbarn.<\/p>\n\n\n\n<p>Als alles hinaufgetragen und organisiert ist, bin ich ersch\u00f6pft und lege mich f\u00fcr 1 Stunde nieder. Als ich wieder aufwache, ist die Oper schon voll im Gang und ich kann der Auff\u00fchrung vom Badezimmerfenster folgen. Am sp\u00e4ten Abend, es ist mittlerweile nach 21:30 Uhr und die Auff\u00fchrung ist l\u00e4ngst vorbei und alle St\u00fchle wieder wegger\u00e4umt, unternehmen wir einen Spaziergang. Wir sind immer noch n\u00f6rdlich des Polarkreises, weshalb es zu dieser Jahreszeit nie wirklich dunkel wird. Wir erklimmen einen H\u00fcgel hinter dem Haus und wandern auch im kleinen Hafen umher und k\u00f6nnen dabei die alten Ger\u00fcste sehen, welche fr\u00fcher zum Trocknen der Stockfische benutzt wurden. Aber die wurden sichtlich schon l\u00e4nger nicht mehr benutzt. Wie uns sp\u00e4ter der Besitzer der Unterkunft erz\u00e4hlt, geh\u00f6rte dies seinem Gro\u00dfvater und er h\u00e4tte es geerbt, aber er w\u00fcrde keinen Fischfang mehr betreiben, da die Best\u00e4nde schon so weit zur\u00fcckgegangen w\u00e4ren, dass die j\u00e4hrlichen Fischfanglizenzen nur noch so klein w\u00e4ren, dass man davon nicht mehr leben k\u00f6nne. Es h\u00e4tten auch schon viele andere Fischer aufgegeben. Wir finden auch ein Fischrestaurant in der N\u00e4he und beschlie\u00dfen hier in den n\u00e4chsten Tagen einmal essen zu gehen. Es ist schon gegen 23:00 Uhr als wir zufrieden ins Bett fallen.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute sind wir ca. 276 km gefahren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mara schreibt<\/h2>\n\n\n\n<p>Drei Tage m\u00f6chten wir auf der Inselkette LOFOTEN verbringen. Wir haben Gl\u00fcck bei der Auswahl der Unterkunft: Gammelbutikken in MORTSUND. Ein Doppelzimmer mit eigenem Badezimmer in einem Haus am Meer. K\u00fcche und Wohnzimmer stehen den G\u00e4sten zur gemeinsamen Benutzung zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Anreise ist malerisch und die Orientierung klappt gut. Alte Technik wird ausgegraben und kommt zum Einsatz: Die Karten gr\u00fcndlich lesen und sich eine Vorstellung von den Himmelsrichtungen und vom Stra\u00dfenverlauf machen; Ortsnamen raussuchen, die dann hoffentlich auf den Wegweisern zu finden sein werden; Stra\u00dfennummern und deren Abfolge memorieren. Somit bleibt ausreichend Raum f\u00fcr das Genie\u00dfen der Landschaft. \ud83d\ude0d<\/p>\n\n\n\n<p>Am Vormittag bei der Fahrt entlang der K\u00fcstenlinie ist das tiefblaue Meer bereits weit zur\u00fcckgezogen und die Ebbe bewirkt pittoreske K\u00fcstenbilder.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"472\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_1-1024x472.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1093\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_1-1024x472.jpg 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_1-300x138.jpg 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_1-768x354.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_1-1536x708.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_1-2048x944.jpg 2048w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_1-1140x525.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video height=\"480\" style=\"aspect-ratio: 854 \/ 480;\" width=\"854\" controls src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Nordkaptour_T14_V2.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Stra\u00dfe weicht von der K\u00fcste zur\u00fcck, f\u00fchrt die H\u00fcgel hinan ins Inselinnere, taucht in einen Tunnel und f\u00fchrt auf der anderen Seite des Berges wieder hinab zur K\u00fcste. Bucht f\u00fcr Bucht, Fjord f\u00fcr Fjord geht das voran. Dann eine Br\u00fccke und weiter auf die n\u00e4chste Insel. Dort wiederholt sich der Ablauf. Kurve um Kurve, Tunnel um Tunnel, Br\u00fccke um Br\u00fccke kommen wir n\u00e4her an unser Tagesziel.<\/p>\n\n\n\n<p>Endlose Moorlandschaften mit niedrigen Beerenstauden \u2013 Heidelbeeren, Preiselbeeren, Schwarze Kr\u00e4henbeeren, Steinbeeren \u2013 werden zunehmend durchsetzt mit rosa bl\u00fchendem Erika. Dann wieder Birken und\/oder Kiefern, klein und vom Wind verbogen \u2013 ganz Norwegen erscheint uns wie ein riesiges Hochmoor umgeben von uralten Granit-Kolossen und Wasser.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"925\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_6-925x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1098\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_6-925x1024.jpg 925w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_6-271x300.jpg 271w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_6-768x850.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_6-1388x1536.jpg 1388w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_6-1851x2048.jpg 1851w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_6-1140x1261.jpg 1140w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_6.jpg 1860w\" sizes=\"auto, (max-width: 925px) 100vw, 925px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Design oder Behelf? Gurkenglas mit Gl\u00fchbirne als Nachttischlampe<\/figcaption><\/figure>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p><p style=\"text-align: justify\">Unser Quartier besteht aus einem sehr einfach ausgestatteten Zimmer. Wir haben das Bad beim Zimmer dabei. \u201eMasters Room\u201c hei\u00dft es deshalb vermutlich. K\u00fcche und Wohnzimmer teilen wir uns mit einem Paar aus Z\u00fcrich. Das Haus liegt direkt am Meer und war Teil eines klassischen Fischerdorfes in LOFOTEN.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Das Wohnzimmer hat Fenster nach drei Seiten und so ist das Meer allgegenw\u00e4rtig.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"661\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_4-1024x661.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1096\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_4-1024x661.jpg 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_4-300x194.jpg 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_4-768x495.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_4-1536x991.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_4-2048x1321.jpg 2048w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_4-1140x735.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Blick aus dem Apartment<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"661\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_10-1024x661.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1102\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_10-1024x661.jpg 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_10-300x194.jpg 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_10-768x496.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_10-1536x991.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_10-2048x1322.jpg 2048w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_10-1140x736.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Trockengestell f\u00fcr Kabeljau in MORTSUND<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_7-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1099\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_7-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_7-300x225.jpg 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_7-768x576.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_7-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_7-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_7-1140x855.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">MORTSUND \/ LOFOTEN Statles Rorbu \u2013 Fischerh\u00e4uschen als Touristenherberge<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_9-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1101\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_9-768x1024.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_9-225x300.jpg 225w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_9-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_9-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_9-1140x1520.jpg 1140w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_9-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Aussichtspunkt \u00fcber MORTSUND<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_8-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1100\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_8-768x1024.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_8-225x300.jpg 225w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_8-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_8-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_8-1140x1520.jpg 1140w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Nordkaptour_T14_8-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abendstimmung in MORTSUND<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"650\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PAJ-Route-25.7.2024-1024x650.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1365\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PAJ-Route-25.7.2024-1024x650.png 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PAJ-Route-25.7.2024-300x191.png 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PAJ-Route-25.7.2024-768x488.png 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PAJ-Route-25.7.2024-1140x724.png 1140w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/PAJ-Route-25.7.2024.png 1307w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">unsere Tagestour<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-not-stacked-on-mobile is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Atlan schreibt Es ist schon erstaunlich wie diszipliniert Menschen auf einem Campingplatz sind. Binnen weniger Minuten am Abend erstirbt jedes Ger\u00e4usch damit alle schlafen k\u00f6nnen und auch in der Fr\u00fch ist alle Ger\u00e4usche eher ged\u00e4mpft. Kein lautes Schreien, aufheulen von Motoren, Streit oder laute Kinder um 6 Uhr morgens. Hinzu kommt noch, dass wir immer noch weit jenseits des Polarkreises sind, und damit irritierenderweise die nat\u00fcrliche Unterscheidung zwischen Tag und Nach wegf\u00e4llt. Man verliert sofort wesentliche Teile des eigenen Zeitgef\u00fchls. Trotz Augenbinde und St\u00f6psel in den Ohren weckt mich meine innere Uhr gegen 07:00 Uhr auf. Mara braucht noch etwas aber dann nach 08:00 Uhr nehmen wir unserem Tag in Angriff. Mara geht zun\u00e4chst in den Nasszellenbereich, um sich frisch zu machen und danach Atlan, weil ja immer einer bei unseren Sachen sein soll. Der Himmel ist bew\u00f6lkt aber das Wetter bessert sich w\u00e4hrend des Tages und wird beinahe wolkenlos und schw\u00fcl. Die Nacht war trocken und es gibt auch nur wenig Morgentau. Wir lassen uns Zeit, richten unsere Sachen her und fangen an zu packen. Das zusammenfalten des Zelts geht schon ziemlich schnell, aber ich stehe immer noch in kurzer Hose und T-Shirt da, weil ich mich gerne duschen w\u00fcrde. Als ersten Takt des Tages g\u00f6nnen wir uns aber ein Fr\u00fchst\u00fcck mit Kaffee und Croissant an der Rezeption des Campingplatzes und wir sind nicht die einzigen die dort etwas wollen. Die junge Dame und ihr Kollege sind etwas \u00fcberlastet von all den Fr\u00fchst\u00fccksanfragen, Brotverk\u00e4ufen und Leuten, die gerne zahlen und abreisen wollen. Trotzdem bekommen wir bald unsere Bestellung, es ist mittlerweile nach 09:00 Uhr, und genie\u00dfen gem\u00fctlich den Beginn des Tages. Danach wollen wir aber endlich in Bewegung kommen, aber das ist leider nicht so einfach. Wir packen zwar alles zusammen, was im Moment m\u00f6glich ist, aber Mara will sich duschen gehen. Das ist gar nicht so einfach, weil sich mittlerweile vor den Duschen Warteschlangen gebildet haben. Der Campingplatz ist weit entfernt davon voll zu sein und ich will mir nicht vorstellen, wie das w\u00e4re, wenn doppelt so viele Leute anwesend w\u00e4ren. Die ganze Anlage macht einen sehr provisorischen Eindruck. Offenbar hat das Alles klein angefangen und die Besitzer haben immer selbst etwas dazu gebaut, konnten aber mit dem wachsenden Ansturm nicht mithalten. Irgendwann kommt Mara dann frisch geduscht und gut gelaunt zur\u00fcck und jetzt w\u00e4re ich an der Reihe. Zun\u00e4chst muss ich mir mal die Duschen suchen. Ich sehe eine Warteschlange im Bereich f\u00fcr M\u00e4nner und denke mir, dass dies viel zu wenig Duschen sind. Da muss es woanders noch mehr geben. Ich suche und finde eine zweite Warteschlange, welche noch l\u00e4nger ist. Als ich zur ersten Wartesachlange zur\u00fcckgehe, ist die mittlerweile noch l\u00e4nger geworden. Mindestens 6 bis 8 Personen warten darauf sich erfrischen zu k\u00f6nnen. Wenn ich optimistische 15 Minuten pro Person rechne, muss ich da wahrscheinlich mindestens 30 bis 45 Minuten in der Gegend herumstehen. Ich gebe also auf und gehe frustriert zur\u00fcck zu unseren Sachen. W\u00e4hrend Mara schon angezogen ist, stehe ich immer noch in Bermudashorts und T-Shirt in der Gegend. Jetzt aber rasch an- bzw. umziehen und dann abdampfen Richtung LOFOTEN. Es ist schon gegen 11:15 Uhr Mittag als wir endlich losfahren k\u00f6nnen. Dies ist unser erster Tag ohne Navi. Ich gebe Mara mein Handy, denn mein Diensthandy hat einen der h\u00f6chsten Tarife bei T-MOBILE weshalb mir auch gro\u00dfer Datenverkehr egal sein kann. Mara soll mich via GOOGLE-MAPS ans Ziel steuern. Wir fahren wie geplant an westlichen Rand der Inseln AND\u00d8YA entlang, erreichen bei DRAGNES die Stra\u00dfe Nr. 82 und machen dann gegen 12:00 Uhr erstmals eine kleine Pause auf einer Ausweiche neben der Stra\u00dfe. Pl\u00f6tzlich h\u00f6ren wir, wie sich bei einem Auto, welches vorbeifahren will, das Abrollger\u00e4usch der Reifen \u00e4ndert. Das Auto hat offenbar genau in diesem Moment einen Reifenschaden erlitten und rollt auf unserer Ausweiche aus. Es steigt ein \u00e4lterer Herr aus, der aber leider kein Englisch kann. Wir w\u00fcrden ihm ja gerne helfen aber wir k\u00f6nnen uns ihm nicht verst\u00e4ndlich machen. Als ich ihn mit Handbewegung bedeute, dass er den Reservereifen auspacken soll, \u00f6ffnet er den Kofferraum &#8211; und da ist zwar ein Wagenkreuz und ein Wagenheber drin aber kein Reservereifen. Als n\u00e4chstes versuchen wir ihm nahezulegen, den NAC, den norwegischen Automobilklub anzurufen aber irgendwie scheinen wir nicht zu ihm durchzudringen. Irgendwann telefoniert er dann und winkt dann all unsere Bem\u00fchungen ab. Auch gut. Wenn er nicht will, werden wir uns nicht aufdr\u00e4ngen und nach ca. 20 Minuten fahren wir weiter. Kurz nach 12:30 Uhr bleiben wir mal stehen und kontrollieren, ob wir auf der richtigen Stra\u00dfe sind. Es wird hei\u00df und schw\u00fcl. Wir haben Durst und unsere Getr\u00e4nkeflaschen sind schon leer. Also bleiben wir kurz nach 13:00 Uhr auf dem Parkplatz eines Supermarktes stehen und versorgen uns mit allem, was wir brauchen. Drinnen ist es angenehm k\u00fchl. Der Parkplatz des Supermarkts liegt direkt an einer belebten Stra\u00dfe und in der Ferne k\u00f6nnen wir eine wundersch\u00f6ne Br\u00fccke hin\u00fcber nach SORTLAND sehen. Neben der Stra\u00dfe bl\u00fchen ganze Felder von violetten Blumen, was zusammen mit dem guten Wetter eine perfektes Fotomotiv ergibt. Was wir nicht merken, ist, dass wir eigentlich Richtung SORTLAND \u00fcber die Br\u00fccken fahren sollten, weil das unser Plan war. Wir hatten in der Planungsphase dieser Reise die Absicht via SORTLAND weiter auf der 82 zu bleiben um dann Die F\u00e4hre MELBU \u2013 FISKEBOL zu nehmen. Die Idee war, Teile der E10 zu umgehen, damit wir bei der Weiterfahrt so wenig wie m\u00f6glich Stra\u00dfenst\u00fccke zweimal fahren, sondern immer was Neues unter die R\u00e4der bekommen. So aber fahren wir dann weiter auf der 85 Richtung LANGVASSBUKTA, um bei GULLESFJORD auf die E10 einzubiegen. Gegen 14:45 Uhr &#8211; wir fahren schon eine ganze Weile auf der E10 &#8211; wollen mal unseren Kehrseiten eine Pause g\u00f6nnen und m\u00f6chte ich mich mal in die B\u00fcsche verdr\u00fccken. Neben dem Rastplatz, wo wir stehen bleiben, kommt eine Stra\u00dfe vom Meer hoch. Da scheint nicht viel los zu sein, denn es gibt definitiv keinen Verkehr darauf. Also stelle ich mich hinter einen Busch auf die Stra\u00dfe, um mich zu erleichtern aber gerade in diesem Augenblick kommt eine ganze Fahrzeugkolonne vorbei. Superpeinlich. Wir bleiben dann nochmals nach einer Br\u00fccke gegen 15:45 Uhr stehen, denn hier gibt es was Besonderes zu sehen. Ein Teil des Meeres ist durch den Damm, auf dem sich die Stra\u00dfe befindet vom restlichen Meer abgetrennt. Nur eine kleine \u00d6ffnung unter einer Br\u00fccke verbindet die Wasser. Aufgrund der Gezeiten hat sich zwischen \u201eDrinnen\u201c und \u201eDraussen\u201c ein H\u00f6henunterschied der Gew\u00e4sser ergeben und das Wasser des Atlantiks dr\u00e4ngt jetzt mit Wucht durch den kleinen Durchlass in die Bucht. Dieser Wasserstrudel ist so sehenswert, dass wir nach der Br\u00fccke sofort stehenbleiben, um das auf Foto und Video zu bannen. Es scheint eine kleinere Ausgabe von SALTSTRAUMEN s\u00fcdlich von NARVIK zu sein. Gegen 17:30 Uhr kommen wir in MORTSUND an. Anfangs fahren wir an der Einfahrt zu diesem Geh\u00f6ft vorbei, aber dann bleibe ich drau\u00dfen stehen und Mara geht hinein, um das Zimmer klarzumachen. Wir erfahren Erstaunliches: Dies ist das Haus des Gro\u00dfvaters des Vermieters. Er hatte es als Unterkunft zum ersten Mal angeboten und nur wenige Minuten nach dem Online-stellen des Angebots auf https:\/\/booking.com buchten bereits ein Schweizer Ehepaar eines der beiden Zimmer und nur Minuten darauf wir das Zimmer. Wir sind also seine ersten G\u00e4ste \u00fcberhaupt. Die Schweizer haben ein Zimmer mit Bad\/WC am Gang genommen, w\u00e4hrend wir ein eigenes Bad und WC haben, aber keinerlei Ablagem\u00f6glichkeiten oder K\u00e4sten. Es hat aber trotzdem alles seinen eigenen Charme. Die Schweizer sind auch schon gestern angekommen und werden morgen abreisen. Ab dann werden wir offenbar allein im Haus sein. Wie uns der sympathische Vermieter erkl\u00e4rt, ist das f\u00fcr ihn zun\u00e4chst einmal nur ein Versuch. Wie er sp\u00e4ter weiter macht, wei\u00df er noch nicht. Als ich auf den Vorplatz zwischen Haus und Scheune einfahre, sind hektische Aktivit\u00e4ten zu erkennen. Uns wird erkl\u00e4rt, dass hier und heute in der Scheune eine Oper aufgef\u00fchrt wird. Die Handlung der Oper hat einen realen Hintergrund. Im 15. Jahrhundert ist ein Seefahrer aus Kreta in venezianischem Auftrag auf Expedition in den hohen Norden gesendet worden. Sein Schiff erlitt Schiffbruch und die Besatzung konnte sich auf eine kleine Insel retten wo sie von Einheimischen gerettet und aufgenommen wurde. Jahre sp\u00e4ter kam dann der Seefahrer wieder nachhause und erstattete schriftlich Bericht. Die Oper w\u00e4re sozusagen eine musikalische Pr\u00e4sentation der Ereignisse von damals. Ich stelle die SOL etwas abseits hin und trage alles Gep\u00e4ck in unser Zimmer in den ersten Stock. Als ich die letzten Gep\u00e4ckst\u00fccke hinauftrage, bittet mich der Besitzer der Unterkunft die SOL hinters Haus zu stellen. Seine Begr\u00fcndung ist witzig. Er meint, dass zur Oper haupts\u00e4chlich \u00e4ltere Personen kommen w\u00fcrden und die ganze Umgebung wahrscheinlich mit Autos zugeparkt sein w\u00fcrde. Wenn ich die SOL hinterm Haus quasi \u201everstecke\u201c w\u00fcrde sie nicht Gefahr laufen von einem sehbehinderten Pension\u00e4r umgefahren zu werden. Wir sehen auch, dass jetzt viele St\u00fchle in den Hof gestellt werden, weil entschieden wurde, dass aufgrund des guten Wetters die Auff\u00fchrung im Freien stattfinden kann. Die Auff\u00fchrung der Oper war eine sehr kurzfristige Entscheidung. Ohne Werbung w\u00e4ren binnen 3 Tagen \u00fcber das letzte Wochenende alle Karten ausverkauft worden. Es sind ja ohnehin nur ca. 200 Karten, weil in der ganzen Umgebung nicht mehr als diese 200 St\u00fchle aufzutreiben waren. Auf den LOFOTEN leben dauerhaft nicht allzu viele Menschen und man kennt sich gegenseitig. Man hilft sich gegenseitig, ist oft auf sich allein gestellt und wenn einer was unternimmt, bekommt er sicher Unterst\u00fctzung von seinen Nachbarn. Als alles hinaufgetragen und organisiert ist, bin ich ersch\u00f6pft und lege mich f\u00fcr 1 Stunde nieder. Als ich wieder aufwache, ist die Oper schon voll im Gang und ich kann der Auff\u00fchrung vom Badezimmerfenster folgen. Am sp\u00e4ten Abend, es ist mittlerweile nach 21:30 Uhr und die Auff\u00fchrung ist l\u00e4ngst vorbei und alle St\u00fchle wieder wegger\u00e4umt, unternehmen wir einen Spaziergang. Wir sind immer noch n\u00f6rdlich des Polarkreises, weshalb es zu dieser Jahreszeit nie wirklich dunkel wird. Wir erklimmen einen H\u00fcgel hinter dem Haus und wandern auch im kleinen Hafen umher und k\u00f6nnen dabei die alten Ger\u00fcste sehen, welche fr\u00fcher zum Trocknen der Stockfische benutzt wurden. Aber die wurden sichtlich schon l\u00e4nger nicht mehr benutzt. Wie uns sp\u00e4ter der Besitzer der Unterkunft erz\u00e4hlt, geh\u00f6rte dies seinem Gro\u00dfvater und er h\u00e4tte es geerbt, aber er w\u00fcrde keinen Fischfang mehr betreiben, da die Best\u00e4nde schon so weit zur\u00fcckgegangen w\u00e4ren, dass die j\u00e4hrlichen Fischfanglizenzen nur noch so klein w\u00e4ren, dass man davon nicht mehr leben k\u00f6nne. Es h\u00e4tten auch schon viele andere Fischer aufgegeben. Wir finden auch ein Fischrestaurant in der N\u00e4he und beschlie\u00dfen hier in den n\u00e4chsten Tagen einmal essen zu gehen. Es ist schon gegen 23:00 Uhr als wir zufrieden ins Bett fallen. Heute sind wir ca. 276 km gefahren. Mara schreibt Drei Tage m\u00f6chten wir auf der Inselkette LOFOTEN verbringen. Wir haben Gl\u00fcck bei der Auswahl der Unterkunft: Gammelbutikken in MORTSUND. Ein Doppelzimmer mit eigenem Badezimmer in einem Haus am Meer. K\u00fcche und Wohnzimmer stehen den G\u00e4sten zur gemeinsamen Benutzung zur Verf\u00fcgung. Die Anreise ist malerisch und die Orientierung klappt gut. Alte Technik wird ausgegraben und kommt zum Einsatz: Die Karten gr\u00fcndlich lesen und sich eine Vorstellung von den Himmelsrichtungen und vom Stra\u00dfenverlauf machen; Ortsnamen raussuchen, die dann hoffentlich auf den Wegweisern zu finden sein werden; Stra\u00dfennummern und deren Abfolge memorieren. Somit bleibt ausreichend Raum f\u00fcr das Genie\u00dfen der Landschaft. \ud83d\ude0d Am Vormittag bei der Fahrt entlang der K\u00fcstenlinie ist das tiefblaue Meer bereits weit zur\u00fcckgezogen und die Ebbe bewirkt pittoreske K\u00fcstenbilder. Die Stra\u00dfe weicht von der K\u00fcste zur\u00fcck, f\u00fchrt die H\u00fcgel hinan ins Inselinnere, taucht in einen Tunnel und f\u00fchrt auf der anderen Seite des Berges wieder hinab zur K\u00fcste. Bucht f\u00fcr Bucht, Fjord f\u00fcr Fjord geht das voran. Dann eine Br\u00fccke und weiter auf die n\u00e4chste Insel. Dort wiederholt sich der Ablauf. Kurve um Kurve, Tunnel um Tunnel, Br\u00fccke um Br\u00fccke kommen wir n\u00e4her an unser Tagesziel. Endlose Moorlandschaften mit niedrigen Beerenstauden \u2013 Heidelbeeren, Preiselbeeren, Schwarze Kr\u00e4henbeeren, Steinbeeren \u2013 werden zunehmend durchsetzt mit rosa bl\u00fchendem Erika. Dann wieder Birken und\/oder Kiefern, klein und vom Wind verbogen \u2013 ganz Norwegen erscheint&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1100,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[126,137,22],"tags":[],"class_list":["post-949","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-tourentagebuch-nordkap-tour-2024","category-lofoten_norwegen_2024","category-bike-touren"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/949","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=949"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/949\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2420,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/949\/revisions\/2420"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1100"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=949"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=949"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=949"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}