{"id":1496,"date":"2022-08-01T16:19:01","date_gmt":"2022-08-01T14:19:01","guid":{"rendered":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/?p=1496"},"modified":"2025-06-10T17:51:03","modified_gmt":"2025-06-10T15:51:03","slug":"tag-18-montag-1-august-2022-letzter-gruss-ans-mittelmeer-und-ab-in-die-berge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/2022\/08\/01\/tag-18-montag-1-august-2022-letzter-gruss-ans-mittelmeer-und-ab-in-die-berge\/","title":{"rendered":"Tag 18 &#8211; Letzter Gru\u00df ans Mittelmeer und ab in die Berge"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-not-stacked-on-mobile is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Schilderung Atlan<\/p>\n\n\n\n<p>Heute endet unser kurzes Intermezzo in LIGURIEN und es geht wieder nach FRANKREICH und endlich in die k\u00fchlen Berge. Wir stehen um 07:00 auf und sind gegen 09:00 auf der Stra\u00dfe zur Autobahn Richtung MENTON. Etwas wehm\u00fctig sehe bei der Abfahrt Richtung IMPERIA ich die Hinweisschilder auf den COLLE SAN BARTOLOMEO. Auch denke ich mir, dass all diese kleinen Ortschaften und Siedlungen ja auch fr\u00fcher, bevor diese autobahngleiche Stra\u00dfe, auf welcher wir jetzt fahren, gebaut wurde, mit Stra\u00dfen verbunden gewesen sein m\u00fcssen. Es w\u00e4re sicher ein Genuss gewesen das alles ohne Zeitdruck zu erkunden. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben \u2013 irgendwann wird sich schon die Gelegenheit ergeben und wir werden wieder hierher zur\u00fcckkommen k\u00f6nnen. Mir kommt voll ins Bewusstsein, dass der Urlaub nicht endlos dauern wird und wir uns jetzt schon in der 2. Urlaubsh\u00e4lfte sind. Das dr\u00fcckt etwas meine Stimmung und ich werde wortkarg. Mara will ich in solchen Augenblicken nicht mit meinen negativen Schwingungen bel\u00e4stigen. Diese emotionalen Wolken gehen ja auch wieder vorbei.<\/p>\n\n\n\n<p>In VENTIMIGLIA fahren wir von der Autobahn ab und parken uns im Schatten eines Vordaches eines Einkaufszentrums ein. Dort nehmen wir einen kr\u00e4ftigen Schluck aus unseren Flaschen und verabschieden uns von diesen gro\u00dfartigen Aussichten aufs Meer, denn jetzt gehts endg\u00fcltig ins Gebirge.&nbsp; Wir fahren wieder die gleiche Stra\u00dfe Richtung BREIL-SUR-ROYA hinaus, von welcher wir vor 3 Tagen gekommen waren, biegen aber diesmal auf die SP73 Richtung COL DE VESCAVO und FRANKREICH ab. Diese schmale Stra\u00dfe ist ein Genuss: schmal, steil, einsam und gewunden.<\/p>\n\n\n\n<p>In SOSPEL gibt einen \u00f6rtlichen SPAR-Supermarkt, der zwar alles im Programm hat \u2013 nur kein Brot. Dies d\u00fcrfte wohl ein Zugest\u00e4ndnis an die B\u00e4cker des Ortes gewesen sein, deren Brote auch viel besser schmecken als industriell hergestelltes Brot wie es in Superm\u00e4rkten verkauft wird. Danach geht es einem meiner Lieblingsp\u00e4sse hinauf: dem COL DE TURINI. Dazu muss man durch die GORGES DU PIAON. Von Weiten sieht man immer \u00f6fter die Kapelle der NOTRE DAME DE LA MENOUR. Dort bleiben wir auch stehen und genie\u00dfen den Ausblick auf diese tiefe Schlucht und die k\u00fchn an die Felswand gebauten Spitzkehren der Stra\u00dfe. Gerade als wir zu diesem kleinen Halteplatz dort hinkommen, fahren 2 Autos weg und wir k\u00f6nnen unsere SOL ideal parken. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_7-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2940\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_7-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_7-300x225.jpg 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_7-768x576.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_7-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_7-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_7-1140x855.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Mara geht \u00fcber die Br\u00fccke hoch bis zur Kapelle und besucht diese auch. Es ist wolkenlos und die Hitze der Sonne wird nur durch die zunehmende H\u00f6he gemildert. Das ist auch notwendig, denn ich habe, wie immer bei l\u00e4ngeren Reisen, mittlerweile in der Ges\u00e4\u00dfbeuge meiner Beine einen Hitzeausschlag, der brennt, sobald ich mich in den Sattel setze. Ich behandle zwar den Ausschlag mit Salbe, aber um ihn wirklich abheilen zu lassen m\u00fcsste ich mehrere Tage lang Zeit haben und nicht Motorrad fahren \u2013 was auf einem Motorradurlaub unm\u00f6glich ist. Au\u00dferdem vergesse ich des \u00d6fteren am Abend mich einzuschmieren.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"472\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_2-1024x472.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1576\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_2-1024x472.jpg 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_2-300x138.jpg 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_2-768x354.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_2-1536x708.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_2-2048x944.jpg 2048w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_2-1140x525.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die Auffahrt zum TURRINI auf der S\u00fcdseite wird seit Jahren renovieret und frisch asphaltiert. Ein paar Kilometer muss ich die SOL ganz vorsichtig steuern und vor allem in den Kurven langsam fahren, weil nach dem Asphaltieren wie \u00fcblich Sand auf die Stra\u00dfe aufgebracht wurde, der immer noch da liegt und das Gef\u00fchl beim Fahren vermittelt, als w\u00fcrde man jederzeit wegrutschen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am COL DE TURRINI auf 1607m bleiben wir nicht stehen, weil ich Mara ein weiteres Gustost\u00fcckerl zeigen will: Wir fahren weiter hinauf zum \u201eCIRCUIT DE DECOUVERTE DE L AUTHION\u201c. Das ist eine schmale Einbahn-Ringstra\u00dfe mit schlechtem Stra\u00dfenbelag, eine typische, schlecht gepflegte Landstra\u00dfe im Almengebiet. Das Besondere daran: Sie geht hinauf bis auf \u00fcber 2000m. Bei klarem Himmel k\u00f6nnen wir von dort, obwohl wir schon weit von der K\u00fcste entfernt sind, noch ein letztes Mal das Meer sehen. Mara gibt, beinahe sprachlos von all dieser Sch\u00f6nheit, ganz verz\u00fcckte Kommentare von sich als wir da entlangfahren, und ich bin gl\u00fccklich ihr ein weiteres WOW-Erlebnis bereitet zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wieder zur\u00fcck am COL DE TURRINI wollen wir unsere Kaffeepause haben und kehren in einem Restaurant ein. Das Gasthaus, wo ich \u00fcblicherweise einkehre, hat geschlossen, weshalb wir das auf der anderen Seite der Stra\u00dfe frequentieren. Dort sind offensichtlich alle G\u00e4ste in eine 2-Klassengesellschaft eingeteilt: Jene, die etwas Essen wollen d\u00fcrfen an ordentlichen Tischen sitzen und je die nur kurz etwas trinken wollen nehmen an Behelfstischen Platz. Nach einem WC-Besuch geht\u2019s in zahllosen Spitzkehren wieder die andere Seite des Passes Richtung LA BOLLENE VESUBIE hinunter. Am TURRINI ziehe ich mir die Motorradjacke wieder an, welche ich mir in VENTIMIGLIA aufgrund der Hitze ausgezogen hatte. Obwohl meine Arme schon etwas braun von der Sonne geworden waren, hatte ich mir binnen einer Stunde einen leichten Sonnenbrand zugezogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch diese Seite des Passes ist aufgrund der ph\u00e4nomenalen Stra\u00dfenf\u00fchrung, der viele Spitzkehren und wundersch\u00f6nen Aussichten etwas Besonderes. \u00dcberhaupt wurde der COL DE TURRINI in einer Internet-Befragung zu einem der sch\u00f6nsten P\u00e4sse der Welt gek\u00fcrt. Bei der Abfahrt komme ich naturgem\u00e4\u00df an der sch\u00f6nsten Spitzkehre der Welt vorbei: In dieser engen Kurve steht ein innen in der Schleife sehr gro\u00dfer schattenspendender Baum, unter dem eine Sitzbank mit Tisch steht. Au\u00dferdem gibt es dort einen Parkplatz. Man k\u00f6nnte hier also direkt neben der Stra\u00dfe picknicken und dabei die tolle Aussicht ins Tal genie\u00dfen. Ich musste im Laufe der Jahre 4x hier vorbei fahren bis der Platz einmal leer war und ich ihn auch genie\u00dfen durfte. Heute ist er wieder besetzt aber wir wollen sowieso nicht stehen bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter geht es durch den Ort SAINT MARTIN VESUBIE. Dort hatte sich 2021 eine Unwetterkatastrophe ereignet in einem Ausma\u00df, dass man dar\u00fcber in den Weltnachrichten berichtete: Nach heftigen Regenf\u00e4llen ist der kleine Bach LA BOREON derma\u00dfen angeschwollen, dass er die halbe Ortschaft weggeschwemmt hat. Als wir durch das Katastrophengebiet fahren k\u00f6nnen wir an den Hausruinen, den Hangabbr\u00fcchen und den Baggern erkennen, dass die Aufr\u00e4umarbeiten selbst nach 1 Jahr noch lange nicht abgeschlossen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach geht\u2019s \u00fcber den COL DE ST. MARTIN. Hier haben wir wieder einmal ein paar \u00e4ngstliche Autofahrer angef\u00fchrt von einem Schwerlast-LKW vor uns. Als ich etwas die Muskeln der SOL spielen lasse und alle Fahrzeuge in einem Zug \u00fcberhole zuckt Mara etwas hinter mir. Die Stra\u00dfe hatte ein paar ganz leichte Kurven, aber man konnte bis weit nach vorne keinen Gegenverkehr sehen. Optisch sah das jedenfalls f\u00fcr einen Augenblick so aus, als ob uns der LKW von der Stra\u00dfe dr\u00fccken w\u00fcrde. Ich kenne aber diese Stra\u00dfe und bin ganz ruhig.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_8-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2941\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_8-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_8-300x225.jpg 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_8-768x576.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_8-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_8-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_8-1140x855.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>In ISOLA biegen wir zum letzten Highlight des heutigen Tages ab: Zum COL DE LA LOMBARDE. Die Stra\u00dfe hinauf hat extrem viele Spitzkehren. Ich hatte sie einmal gez\u00e4hlt und kam auf 48. Mara z\u00e4hlt sie und kommt auf 42 + 3 Kehren, wo eine Br\u00fccke dazwischen war \u2013 also 45. Es ist aber immer auch eine Ermessenssache, ob eine enge Kurve jetzt als Spitzkehre z\u00e4hlt oder nicht. Oben auf \u00fcber 2500m ist es angenehm warm und die Aussichten auf die umliegenden Berge sind wieder einmal wundersch\u00f6n. Mara will etwas trinken und so gehen wir zu einer Imbissbude. Ich muss im Schatten bleiben wegen meines Sonnenbrandes aber Mara genie\u00dft die angenehmen Temperaturen in der Sonne und bei leichtem Wind, der die Haut streichelt. Irgendjemand l\u00e4sst eine Drohne steigen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"472\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_3-1024x472.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1577\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_3-1024x472.jpg 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_3-300x138.jpg 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_3-768x354.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_3-1536x708.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_3-2048x944.jpg 2048w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_3-1140x525.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die Stra\u00dfe hinauf zum LOMBARDE ist schon fordernd aber hier fahren im Winter auch Gro\u00dfraumbusse. Ich bewundere die Fahrer dieser Busse, dass sie ihre Fahrzeuge auf dieser Stra\u00dfe sicher hoch ins Schigebiet bringen k\u00f6nnen aber die Stra\u00dfe hinunter ins Tal nach ITALIEN ist noch enger und genauso kurvig. Das macht die Sache schon sehr fordernd, wenn man mit einem Halbtonner wie wir unterwegs ist. Selbst wenn es ein Kaliber wie die SOL ist. Unterwegs macht Mara eine erschreckende Entdeckung: Eine Packtasche ist nicht festgeschnallt. Sie liegt einfach nur auf dem rechten Seitenkoffer, nur gehalten durch meine vorsichtige Fahrweise und ein paar Anti-Rutschstreifen. Es dauert etwas bis ich einen Platz finde, wo ich stehen bleiben kann, um die Tasche wieder fest zu schnallen. Mara h\u00e4lt so gut es geht die Tasche derweilen fest. Wann und wie ist das denn passiert? Auf dieser Motorradseite hatte ich meine Motorradjacke aufgeschnallt. Wir k\u00f6nnen uns nicht vorstellen, dass wir mit loser Tasche es vom TURRINI bis hierhergeschafft haben, ohne dass die Tasche sich auch nur um einen Millimeter bewegt h\u00e4tte. Ich fahre ja vorsichtig, aber das ist unrealistisch. Es wird wohl so sein, dass oben auf dem LOMBARDE irgendein Witzbold die Haltegurte mit 2 raschen Handgriffen gel\u00f6st hat. Als Resultat kontrolliert ab sofort Mara jedes Mal, das gesamte Gep\u00e4ck ,wenn wir wieder von einem belebten Platz wegfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stra\u00dfe ist wirklich eng und steil. Ich fahre praktisch konstant bergab in einer leichten Art von Liegest\u00fctz was meinen H\u00e4nden nicht guttut und weshalb meine Daumen-Sattelgelenke beidseitig zu schmerzen beginnen. Auf einer der letzten Kehren vor dem Tal sehen wir dann, wie ein Deutscher versucht mit seinem Wohnmobil diese Stra\u00dfe hochzufahren. Bereits hier, wo die Stra\u00dfe schon etwas breiter wird, muss er in einer Kehre stehenbleiben damit der entgegenkommende Verkehr vorbeifahren kann. Ich halte es schlicht f\u00fcr nicht m\u00f6glich mit dem Wohnmobil von dieser Seite her den LOMBARDE hinaufzufahren, denn das Wohnmobil ist so breit wie die Stra\u00dfe und was macht der Fahrer, wenn dann Verkehr entgegenkommt? Ich spiele mit dem Gedanken den Vorschlag zu machen umzudrehen und zuzusehen, wie die Katastrophe ihren Lauf nimmt \ud83d\ude0a<\/p>\n\n\n\n<p>Nur wenig sp\u00e4ter sind wir in der Ortschaft VINADIO wo wir ein Zimmer in der Bar Genzianella (Affittacamere la Genzianella) beziehen. Wir essen aus unseren Vorr\u00e4ten, Die SOL steht direkt vor der Treppe und am Abend machen wir einen kleinen Spaziergang. In VINADIO wurde im 19 Jhdt. eine Festung gebaut, welche aber nie in irgendwelche K\u00e4mpfe verwickelt wurde. Nur im 2. WK gab es ein paar K\u00e4mpfe, die die Festung in Mitleidenschaft gezogen haben. Heute wird sie wieder restauriert und ist Schauplatz diverser kultureller Feste. Es ist superromantisch durch diese alten Gassen zu gehen. Wir finden auch einen kleinen Alimentari, wo wir morgen vor der Abfahrt Getr\u00e4nke kaufen k\u00f6nnen. Zu unserem Am\u00fcsement k\u00f6nnen wir auch, wie aus einen Asterix-Comic, eine Runde uralter M\u00e4nner sehen, welche auf einer Bank sitzend heftig in irgendwelche Diskussionen verstrickt sind.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"2943\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_10-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2943\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_10-768x1024.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_10-225x300.jpg 225w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_10-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_10-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_10-1140x1520.jpg 1140w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_10-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"472\" height=\"1024\" data-id=\"1580\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_6-472x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1580\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_6-472x1024.jpg 472w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_6-138x300.jpg 138w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_6-768x1665.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_6-709x1536.jpg 709w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_6-945x2048.jpg 945w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_6-1140x2471.jpg 1140w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_6-scaled.jpg 1181w\" sizes=\"auto, (max-width: 472px) 100vw, 472px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"472\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_5-1024x472.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1579\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_5-1024x472.jpg 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_5-300x138.jpg 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_5-768x354.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_5-1536x709.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_5-2048x945.jpg 2048w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T18_5-1140x526.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_9-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2942\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_9-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_9-300x225.jpg 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_9-768x576.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_9-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_9-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T18_9-1140x855.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-not-stacked-on-mobile is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schilderung Atlan Heute endet unser kurzes Intermezzo in LIGURIEN und es geht wieder nach FRANKREICH und endlich in die k\u00fchlen Berge. Wir stehen um 07:00 auf und sind gegen 09:00 auf der Stra\u00dfe zur Autobahn Richtung MENTON. Etwas wehm\u00fctig sehe bei der Abfahrt Richtung IMPERIA ich die Hinweisschilder auf den COLLE SAN BARTOLOMEO. Auch denke ich mir, dass all diese kleinen Ortschaften und Siedlungen ja auch fr\u00fcher, bevor diese autobahngleiche Stra\u00dfe, auf welcher wir jetzt fahren, gebaut wurde, mit Stra\u00dfen verbunden gewesen sein m\u00fcssen. Es w\u00e4re sicher ein Genuss gewesen das alles ohne Zeitdruck zu erkunden. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben \u2013 irgendwann wird sich schon die Gelegenheit ergeben und wir werden wieder hierher zur\u00fcckkommen k\u00f6nnen. Mir kommt voll ins Bewusstsein, dass der Urlaub nicht endlos dauern wird und wir uns jetzt schon in der 2. Urlaubsh\u00e4lfte sind. Das dr\u00fcckt etwas meine Stimmung und ich werde wortkarg. Mara will ich in solchen Augenblicken nicht mit meinen negativen Schwingungen bel\u00e4stigen. Diese emotionalen Wolken gehen ja auch wieder vorbei. In VENTIMIGLIA fahren wir von der Autobahn ab und parken uns im Schatten eines Vordaches eines Einkaufszentrums ein. Dort nehmen wir einen kr\u00e4ftigen Schluck aus unseren Flaschen und verabschieden uns von diesen gro\u00dfartigen Aussichten aufs Meer, denn jetzt gehts endg\u00fcltig ins Gebirge.&nbsp; Wir fahren wieder die gleiche Stra\u00dfe Richtung BREIL-SUR-ROYA hinaus, von welcher wir vor 3 Tagen gekommen waren, biegen aber diesmal auf die SP73 Richtung COL DE VESCAVO und FRANKREICH ab. Diese schmale Stra\u00dfe ist ein Genuss: schmal, steil, einsam und gewunden. In SOSPEL gibt einen \u00f6rtlichen SPAR-Supermarkt, der zwar alles im Programm hat \u2013 nur kein Brot. Dies d\u00fcrfte wohl ein Zugest\u00e4ndnis an die B\u00e4cker des Ortes gewesen sein, deren Brote auch viel besser schmecken als industriell hergestelltes Brot wie es in Superm\u00e4rkten verkauft wird. Danach geht es einem meiner Lieblingsp\u00e4sse hinauf: dem COL DE TURINI. Dazu muss man durch die GORGES DU PIAON. Von Weiten sieht man immer \u00f6fter die Kapelle der NOTRE DAME DE LA MENOUR. Dort bleiben wir auch stehen und genie\u00dfen den Ausblick auf diese tiefe Schlucht und die k\u00fchn an die Felswand gebauten Spitzkehren der Stra\u00dfe. Gerade als wir zu diesem kleinen Halteplatz dort hinkommen, fahren 2 Autos weg und wir k\u00f6nnen unsere SOL ideal parken. Mara geht \u00fcber die Br\u00fccke hoch bis zur Kapelle und besucht diese auch. Es ist wolkenlos und die Hitze der Sonne wird nur durch die zunehmende H\u00f6he gemildert. Das ist auch notwendig, denn ich habe, wie immer bei l\u00e4ngeren Reisen, mittlerweile in der Ges\u00e4\u00dfbeuge meiner Beine einen Hitzeausschlag, der brennt, sobald ich mich in den Sattel setze. Ich behandle zwar den Ausschlag mit Salbe, aber um ihn wirklich abheilen zu lassen m\u00fcsste ich mehrere Tage lang Zeit haben und nicht Motorrad fahren \u2013 was auf einem Motorradurlaub unm\u00f6glich ist. Au\u00dferdem vergesse ich des \u00d6fteren am Abend mich einzuschmieren. Die Auffahrt zum TURRINI auf der S\u00fcdseite wird seit Jahren renovieret und frisch asphaltiert. Ein paar Kilometer muss ich die SOL ganz vorsichtig steuern und vor allem in den Kurven langsam fahren, weil nach dem Asphaltieren wie \u00fcblich Sand auf die Stra\u00dfe aufgebracht wurde, der immer noch da liegt und das Gef\u00fchl beim Fahren vermittelt, als w\u00fcrde man jederzeit wegrutschen k\u00f6nnen. Am COL DE TURRINI auf 1607m bleiben wir nicht stehen, weil ich Mara ein weiteres Gustost\u00fcckerl zeigen will: Wir fahren weiter hinauf zum \u201eCIRCUIT DE DECOUVERTE DE L AUTHION\u201c. Das ist eine schmale Einbahn-Ringstra\u00dfe mit schlechtem Stra\u00dfenbelag, eine typische, schlecht gepflegte Landstra\u00dfe im Almengebiet. Das Besondere daran: Sie geht hinauf bis auf \u00fcber 2000m. Bei klarem Himmel k\u00f6nnen wir von dort, obwohl wir schon weit von der K\u00fcste entfernt sind, noch ein letztes Mal das Meer sehen. Mara gibt, beinahe sprachlos von all dieser Sch\u00f6nheit, ganz verz\u00fcckte Kommentare von sich als wir da entlangfahren, und ich bin gl\u00fccklich ihr ein weiteres WOW-Erlebnis bereitet zu haben. Wieder zur\u00fcck am COL DE TURRINI wollen wir unsere Kaffeepause haben und kehren in einem Restaurant ein. Das Gasthaus, wo ich \u00fcblicherweise einkehre, hat geschlossen, weshalb wir das auf der anderen Seite der Stra\u00dfe frequentieren. Dort sind offensichtlich alle G\u00e4ste in eine 2-Klassengesellschaft eingeteilt: Jene, die etwas Essen wollen d\u00fcrfen an ordentlichen Tischen sitzen und je die nur kurz etwas trinken wollen nehmen an Behelfstischen Platz. Nach einem WC-Besuch geht\u2019s in zahllosen Spitzkehren wieder die andere Seite des Passes Richtung LA BOLLENE VESUBIE hinunter. Am TURRINI ziehe ich mir die Motorradjacke wieder an, welche ich mir in VENTIMIGLIA aufgrund der Hitze ausgezogen hatte. Obwohl meine Arme schon etwas braun von der Sonne geworden waren, hatte ich mir binnen einer Stunde einen leichten Sonnenbrand zugezogen. Auch diese Seite des Passes ist aufgrund der ph\u00e4nomenalen Stra\u00dfenf\u00fchrung, der viele Spitzkehren und wundersch\u00f6nen Aussichten etwas Besonderes. \u00dcberhaupt wurde der COL DE TURRINI in einer Internet-Befragung zu einem der sch\u00f6nsten P\u00e4sse der Welt gek\u00fcrt. Bei der Abfahrt komme ich naturgem\u00e4\u00df an der sch\u00f6nsten Spitzkehre der Welt vorbei: In dieser engen Kurve steht ein innen in der Schleife sehr gro\u00dfer schattenspendender Baum, unter dem eine Sitzbank mit Tisch steht. Au\u00dferdem gibt es dort einen Parkplatz. Man k\u00f6nnte hier also direkt neben der Stra\u00dfe picknicken und dabei die tolle Aussicht ins Tal genie\u00dfen. Ich musste im Laufe der Jahre 4x hier vorbei fahren bis der Platz einmal leer war und ich ihn auch genie\u00dfen durfte. Heute ist er wieder besetzt aber wir wollen sowieso nicht stehen bleiben. Weiter geht es durch den Ort SAINT MARTIN VESUBIE. Dort hatte sich 2021 eine Unwetterkatastrophe ereignet in einem Ausma\u00df, dass man dar\u00fcber in den Weltnachrichten berichtete: Nach heftigen Regenf\u00e4llen ist der kleine Bach LA BOREON derma\u00dfen angeschwollen, dass er die halbe Ortschaft weggeschwemmt hat. Als wir durch das Katastrophengebiet fahren k\u00f6nnen wir an den Hausruinen, den Hangabbr\u00fcchen und den Baggern erkennen, dass die Aufr\u00e4umarbeiten selbst nach 1 Jahr noch lange nicht abgeschlossen sind. Danach geht\u2019s \u00fcber den COL DE ST. MARTIN. Hier haben wir wieder einmal ein paar \u00e4ngstliche Autofahrer angef\u00fchrt von einem Schwerlast-LKW vor uns. Als ich etwas die Muskeln der SOL spielen lasse und alle Fahrzeuge in einem Zug \u00fcberhole zuckt Mara etwas hinter mir. Die Stra\u00dfe hatte ein paar ganz leichte Kurven, aber man konnte bis weit nach vorne keinen Gegenverkehr sehen. Optisch sah das jedenfalls f\u00fcr einen Augenblick so aus, als ob uns der LKW von der Stra\u00dfe dr\u00fccken w\u00fcrde. Ich kenne aber diese Stra\u00dfe und bin ganz ruhig. In ISOLA biegen wir zum letzten Highlight des heutigen Tages ab: Zum COL DE LA LOMBARDE. Die Stra\u00dfe hinauf hat extrem viele Spitzkehren. Ich hatte sie einmal gez\u00e4hlt und kam auf 48. Mara z\u00e4hlt sie und kommt auf 42 + 3 Kehren, wo eine Br\u00fccke dazwischen war \u2013 also 45. Es ist aber immer auch eine Ermessenssache, ob eine enge Kurve jetzt als Spitzkehre z\u00e4hlt oder nicht. Oben auf \u00fcber 2500m ist es angenehm warm und die Aussichten auf die umliegenden Berge sind wieder einmal wundersch\u00f6n. Mara will etwas trinken und so gehen wir zu einer Imbissbude. Ich muss im Schatten bleiben wegen meines Sonnenbrandes aber Mara genie\u00dft die angenehmen Temperaturen in der Sonne und bei leichtem Wind, der die Haut streichelt. Irgendjemand l\u00e4sst eine Drohne steigen. Die Stra\u00dfe hinauf zum LOMBARDE ist schon fordernd aber hier fahren im Winter auch Gro\u00dfraumbusse. Ich bewundere die Fahrer dieser Busse, dass sie ihre Fahrzeuge auf dieser Stra\u00dfe sicher hoch ins Schigebiet bringen k\u00f6nnen aber die Stra\u00dfe hinunter ins Tal nach ITALIEN ist noch enger und genauso kurvig. Das macht die Sache schon sehr fordernd, wenn man mit einem Halbtonner wie wir unterwegs ist. Selbst wenn es ein Kaliber wie die SOL ist. Unterwegs macht Mara eine erschreckende Entdeckung: Eine Packtasche ist nicht festgeschnallt. Sie liegt einfach nur auf dem rechten Seitenkoffer, nur gehalten durch meine vorsichtige Fahrweise und ein paar Anti-Rutschstreifen. Es dauert etwas bis ich einen Platz finde, wo ich stehen bleiben kann, um die Tasche wieder fest zu schnallen. Mara h\u00e4lt so gut es geht die Tasche derweilen fest. Wann und wie ist das denn passiert? Auf dieser Motorradseite hatte ich meine Motorradjacke aufgeschnallt. Wir k\u00f6nnen uns nicht vorstellen, dass wir mit loser Tasche es vom TURRINI bis hierhergeschafft haben, ohne dass die Tasche sich auch nur um einen Millimeter bewegt h\u00e4tte. Ich fahre ja vorsichtig, aber das ist unrealistisch. Es wird wohl so sein, dass oben auf dem LOMBARDE irgendein Witzbold die Haltegurte mit 2 raschen Handgriffen gel\u00f6st hat. Als Resultat kontrolliert ab sofort Mara jedes Mal, das gesamte Gep\u00e4ck ,wenn wir wieder von einem belebten Platz wegfahren. Die Stra\u00dfe ist wirklich eng und steil. Ich fahre praktisch konstant bergab in einer leichten Art von Liegest\u00fctz was meinen H\u00e4nden nicht guttut und weshalb meine Daumen-Sattelgelenke beidseitig zu schmerzen beginnen. Auf einer der letzten Kehren vor dem Tal sehen wir dann, wie ein Deutscher versucht mit seinem Wohnmobil diese Stra\u00dfe hochzufahren. Bereits hier, wo die Stra\u00dfe schon etwas breiter wird, muss er in einer Kehre stehenbleiben damit der entgegenkommende Verkehr vorbeifahren kann. Ich halte es schlicht f\u00fcr nicht m\u00f6glich mit dem Wohnmobil von dieser Seite her den LOMBARDE hinaufzufahren, denn das Wohnmobil ist so breit wie die Stra\u00dfe und was macht der Fahrer, wenn dann Verkehr entgegenkommt? Ich spiele mit dem Gedanken den Vorschlag zu machen umzudrehen und zuzusehen, wie die Katastrophe ihren Lauf nimmt \ud83d\ude0a Nur wenig sp\u00e4ter sind wir in der Ortschaft VINADIO wo wir ein Zimmer in der Bar Genzianella (Affittacamere la Genzianella) beziehen. Wir essen aus unseren Vorr\u00e4ten, Die SOL steht direkt vor der Treppe und am Abend machen wir einen kleinen Spaziergang. In VINADIO wurde im 19 Jhdt. eine Festung gebaut, welche aber nie in irgendwelche K\u00e4mpfe verwickelt wurde. Nur im 2. WK gab es ein paar K\u00e4mpfe, die die Festung in Mitleidenschaft gezogen haben. Heute wird sie wieder restauriert und ist Schauplatz diverser kultureller Feste. Es ist superromantisch durch diese alten Gassen zu gehen. Wir finden auch einen kleinen Alimentari, wo wir morgen vor der Abfahrt Getr\u00e4nke kaufen k\u00f6nnen. Zu unserem Am\u00fcsement k\u00f6nnen wir auch, wie aus einen Asterix-Comic, eine Runde uralter M\u00e4nner sehen, welche auf einer Bank sitzend heftig in irgendwelche Diskussionen verstrickt sind.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2951,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[128,22,173],"tags":[],"class_list":["post-1496","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-2022-tourentagebuch-frankreich-tour","category-bike-touren","category-rezzo-bis-briancon"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1496","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1496"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1496\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2957,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1496\/revisions\/2957"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2951"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1496"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1496"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1496"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}