{"id":1484,"date":"2022-07-26T15:40:38","date_gmt":"2022-07-26T13:40:38","guid":{"rendered":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/?p=1484"},"modified":"2025-06-09T20:16:26","modified_gmt":"2025-06-09T18:16:26","slug":"tag-12-dienstag-26-juli-2022-carmargue-die-pont-du-gard-fahrt-richtung-manosque","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/2022\/07\/26\/tag-12-dienstag-26-juli-2022-carmargue-die-pont-du-gard-fahrt-richtung-manosque\/","title":{"rendered":"Tag 12 &#8211; CARMARGUE, die PONT DU GARD, Fahrt Richtung MANOSQUE"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-not-stacked-on-mobile is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Schilderung Atlan<\/p>\n\n\n\n<p>Heute geht alles schon sehr routiniert und schnell. Nach einem Fr\u00fchst\u00fcck im Kaffeehaus des Nachbarcampingplatzes wird rasch gepackt. Die Vorbereitungen von gestern beschleunigen alles zus\u00e4tzlich, sodass wir ohne Eile bereits um 09:15 auf der Stra\u00dfe sind. Wir haben uns noch von den Nachbarn freundlich verabschiedet und uns unseren K\u00e4se aus deren K\u00fchlschrank geholt. Wie gestern ist die Tagesh\u00f6chsttemperatur 34 Grad.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_4-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2763\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_4-768x1024.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_4-225x300.jpg 225w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_4-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_4-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_4-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Mara, sie ist der Kapit\u00e4n, schl\u00e4gt vor, hinter MONTPOLIER in die CARMARGUE zu fahren. Dort, im M\u00fcndungsdelta der RHONE, g\u00e4be es eine kleine, mittelalterliche Stadt namens AIGUES MORTES, die sie besuchen will. Dort angekommen m\u00fcssen wir uns in die Verkehrsstr\u00f6me einordnen und erstmal einen Parkplatz f\u00fcr die SOL finden. Sp\u00e4ter dann gehen wir \u00fcber eine Br\u00fccke und finden einen geb\u00fchrenpflichtigen, \u00f6ffentlich Parkplatz im Schatten von B\u00e4umen. W\u00e4hrend Mara dort wartet, sprinte ich zur\u00fcck, hole die SOL und stelle die SOL an einem viel besseren Platz ab. Bezahlt haben wir letztendlich nichts \u2013 wozu habe ich eine Enduro und kann damit schlank \u00fcber Stock-und Stein fahren? \ud83d\ude0a<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_5-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2764\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_5-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_5-300x225.jpg 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_5-768x576.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_5-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_5-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die Innenstadt von AIGUES MORTES ist tats\u00e4chlich noch vollst\u00e4ndig mittelalterlich, die Stadtmauer und alle Festungst\u00fcrme stehen noch und die Innenstadt ist Fu\u00dfg\u00e4ngerzone. Von dort aus sind 2 Kreuzz\u00fcge gestartet. Wir schlendern durch die Gassen, kommen am zentralen Hauptplatz an und genehmigen uns unseren Vormittagskaffee. Ich bin von der Hitze etwas m\u00fcde und habe keine Lust auf weite Spazierg\u00e4nge. Au\u00dferdem haben wir noch einen ziemlichen Weg vor uns. Gest\u00e4rkt durch den Kaffee gehen wir langsam zum Motorrad zur\u00fcck. Ich fahre erstmal \u00fcber den Gehsteig hinaus, bevor Mara aufsteigt und dann geht es hinein ins M\u00fcndungsdelta. Mara meint, dass die CARMARGUE ber\u00fchmt w\u00e4re f\u00fcr 3 Dinge: wei\u00dfe Pferde, schwarze Stiere und rosa Flamingos. Bei beinahe sturmartigem Wind aber fast wolkenlosem Himmel (im RHONE-Tal ist sehr oft starker Wind) durchkreuzen wir f\u00fcr einige Zeit die Gegend und k\u00f6nnen tats\u00e4chlich wei\u00dfe Pferde und schwarze Stiere in Umz\u00e4unungen sehen, finden aber leider keine rosa Flamingos \u2013 schade.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser n\u00e4chster Stopp befindet sich hinter NIMES: die PONT DU GARD. Diese erreichen wir, indem wir die schnellere, aber kostenpflichtige Autobahn nehmen, denn heute wollen wir uns das Verkehrschaos der normalen Stra\u00dfen nicht geben. F\u00fcr mich ist es immer wieder etwas verwirrend, weil es 2 verschiedene Autobahnen gibt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Solche mit blauen Schildern: Die sind kostenlos und eigentlich nur bessere Bundesstra\u00dfen<\/li>\n\n\n\n<li>Solche mit gr\u00fcnen Schildern: Die sind kostenpflichtig und \u201eechte\u201c Autobahnen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Das verwirrende f\u00fcr mich: Bei uns in \u00d6sterreich sind die \u201eechten\u201c Autobahnen ja mit blauen Schildern angeschrieben.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"472\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T12_3-1024x472.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1564\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T12_3-1024x472.jpg 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T12_3-300x138.jpg 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T12_3-768x354.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T12_3-1536x708.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T12_3-2048x944.jpg 2048w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Frankreichtour_T12_3-1140x525.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Nahe der PONT DU GARD verwirren mich dann Hinweisschilder abermals, bis Mara mich aufkl\u00e4rt: klar gibt es Hinweisschilder in 2 verschiedene Richtungen, weil die PONT DU GARD ja einen Fluss \u00fcberspannt und der hat ja 2 Ufer. Man kann also aus 2 verschiedenen Richtungen zufahren. Wir nehmen flussabw\u00e4rts gesehen die linke Zufahrt und parken die SOL auf einem riesigen Parkplatz. Dort lassen wir unsere Helme und Jacken am Motorrad, denn sie bei dieser feuchten Hitze \u00fcber l\u00e4ngere Zeit zu tragen w\u00e4re zu ersch\u00f6pfend. Immerhin tragen wir Motorradhose und -stiefel. \u00dcber einen kurzen Weg erreichen wir ein gro\u00dfes Besucherzentrum mit Restaurationen, WCs und Shops und danach geht\u2019s zum ber\u00fchmten Aqu\u00e4dukt. Dieses wurde vor mehr als 2000 Jahren von den R\u00f6mern gebaut und war Teil einer 132 km langen Wasserversorgung f\u00fcr die antike Stadt NIMES. Der Anblick ist fantastisch. Ich finde es \u00fcberaus bemerkenswert, dass so ein gro\u00dfes Bauwerk nur mit Muskelkraft erbaut werden konnte. Wir k\u00f6nnen erkennen, dass neben dem Aqu\u00e4dukt sp\u00e4ter eine Br\u00fccke f\u00fcr normalen Verkehr angebaut wurde. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"812\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_1a-scaled-1-812x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2780\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_1a-scaled-1-812x1024.jpg 812w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_1a-scaled-1-238x300.jpg 238w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_1a-scaled-1-768x969.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_1a-scaled-1-1140x1438.jpg 1140w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_1a-scaled-1.jpg 1181w\" sizes=\"auto, (max-width: 812px) 100vw, 812px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Der Fluss Gard f\u00fchrt nur wenig Wasser, gerade genug, um ein Badeparadies f\u00fcr die lokale Bev\u00f6lkerung zu sein. Auf der Br\u00fccke stehend, betrachte ich die Badenden und angesichts der Str\u00f6me von Schwei\u00df welche sich an mir hinunterergie\u00dfen beneide ich die Leute dort unten ein wenig.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_6-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2765\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_6-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_6-300x225.jpg 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_6-768x576.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_6-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T12_6-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Zur\u00fcck im Besucherzentrum gehen wir dann erstmal aufs WC und genie\u00dfen dann ein Eis. Die SOL und unsere Motorradklamotten stehen immer noch dort, wo wir sie gelassen haben und nach einem kr\u00e4ftigen Schluck aus unseren Flaschen fahren wir dann weiter Richtung MANOSQUE.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Stra\u00dfenrand sehen wir immer wieder Verkaufsst\u00e4nde wo Obst und Gem\u00fcse verkauft wird. Als wir uns einigen an so einem Stand eine Pause zu machen und frisches Obst zu kaufen kommt dann l\u00e4ngere Zeit keiner mehr. Dann sehen wir doch einen Stand und eine Ausweiche wo ich die SOL bequem zum Stehen bringen und abstellen kann. Wir kaufen frische Feigen, die praktisch sofort verschnabuliert werden. Die frischen Nektarinen essen wir nicht alle sofort auf womit ein Teil in die Sturzb\u00fcgeltaschen kommt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber Nebenstra\u00dfen geht es langsam Richtung PROVENCE und die Gegend wird l\u00e4ndlicher. Unsere Unterkunft f\u00fcr heute ist nicht direkt in MANOSQUE sondern in einer kleinen Ortschaft namens SAINT MICHEL L OBSERVATOIRE. Das ist ein wirklich winziger, liebevoll hergerichteter Marktflecken mit mittelalterlichem Touch. Gelegen auf an einem Berghang hat dieser Ort tats\u00e4chlich den Namen von einem Observatorium, das nur wenige Kilometer weiter am Gipfel des Berges erbaut wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>An der angegebenen Adresse findet sich aber keinerlei Hauseingang. Zweimal umkreisen wir die H\u00e4userzeile \u2013 kein Ergebnis. Mara packt schlie\u00dflich ihr Handy aus und ruft den Vermieter an. Der kommt eilenden Schrittes an und kl\u00e4rt uns auf: Die Adresse ist die Adresse der Garage, wo wir die SOL unterbringen k\u00f6nnen. Das Haus liegt, so wie die gesamte H\u00e4userzeile an einem Hang und die Garage ist eigentlich nur das untere Ende des Grundst\u00fcckes. Der tats\u00e4chliche Eingang zu unserem Apartment befindet sich in einer der Stra\u00dfen, welche wir schon 2 x durchfahren haben. W\u00e4hrend Mara beim Vermieter bleibt und in das Apartment eingewiesen wird, gehe ich runter zur SOL und parke sie vor den Eingang der Wohnung. Nach dem Abladen allen Gep\u00e4cks stelle ich sie wieder dorthin, wo sie vorher geparkt war: auf den Gehsteig gegen\u00fcber der Garage. Hier wird sich sicher niemand dar\u00fcber aufregen, dass \u00fcber Nacht ein Motorrad auf dem Gehsteig parkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Uns wird erkl\u00e4rt, dass die Vermieter das Haus erst vor 5 Jahren gekauft haben und jetzt St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck herrichten. Das Haus ist 700 Jahre alt und hat sogar einen putzigen, engen Abgang in den Garten, welchen wir ebenfalls benutzen k\u00f6nnten, wenn wir wollten. Das Fr\u00fchst\u00fcck am n\u00e4chsten Tag w\u00fcrde der Vermieter in einem Korb vor die T\u00fcre stellen und dann anl\u00e4uten. Was f\u00fcr ein Service! Das Apartment ist gro\u00df mit eigener gro\u00dfer K\u00fcche, einem Schlafraum sowie Bad und WC.<\/p>\n\n\n\n<p>Verschwitzt von der Fahrt duschen wir uns zun\u00e4chst und unternehmen dann einen Spaziergang durch diesen putzigen Ort. Wir k\u00f6nnten auch einen Supermarkt f\u00fcr Getr\u00e4nke gebrauchen, k\u00f6nnen aber keinen finden. Am n\u00e4chsten Morgen m\u00fcssen wir von einer Anwohnerin erfahren, dass sich der n\u00e4chste Supermarkt in MANOSQUE befindet. Am Hauptplatz gibt es ein kleines Wirtshaus. Das ist offensichtlich der Treffpunkt des Ortes. Wir lassen uns ebenfalls dort nieder und genie\u00dfen ein Cola mit Eis. Danach spazieren wir weiter und genie\u00dfen im sp\u00e4ten Abendlich die Aussichten in die Gegend. Wir k\u00f6nnen sogar eine alte Windm\u00fchle sehen \u2013 megaromantisch.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-not-stacked-on-mobile is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schilderung Atlan Heute geht alles schon sehr routiniert und schnell. Nach einem Fr\u00fchst\u00fcck im Kaffeehaus des Nachbarcampingplatzes wird rasch gepackt. Die Vorbereitungen von gestern beschleunigen alles zus\u00e4tzlich, sodass wir ohne Eile bereits um 09:15 auf der Stra\u00dfe sind. Wir haben uns noch von den Nachbarn freundlich verabschiedet und uns unseren K\u00e4se aus deren K\u00fchlschrank geholt. Wie gestern ist die Tagesh\u00f6chsttemperatur 34 Grad. Mara, sie ist der Kapit\u00e4n, schl\u00e4gt vor, hinter MONTPOLIER in die CARMARGUE zu fahren. Dort, im M\u00fcndungsdelta der RHONE, g\u00e4be es eine kleine, mittelalterliche Stadt namens AIGUES MORTES, die sie besuchen will. Dort angekommen m\u00fcssen wir uns in die Verkehrsstr\u00f6me einordnen und erstmal einen Parkplatz f\u00fcr die SOL finden. Sp\u00e4ter dann gehen wir \u00fcber eine Br\u00fccke und finden einen geb\u00fchrenpflichtigen, \u00f6ffentlich Parkplatz im Schatten von B\u00e4umen. W\u00e4hrend Mara dort wartet, sprinte ich zur\u00fcck, hole die SOL und stelle die SOL an einem viel besseren Platz ab. Bezahlt haben wir letztendlich nichts \u2013 wozu habe ich eine Enduro und kann damit schlank \u00fcber Stock-und Stein fahren? \ud83d\ude0a Die Innenstadt von AIGUES MORTES ist tats\u00e4chlich noch vollst\u00e4ndig mittelalterlich, die Stadtmauer und alle Festungst\u00fcrme stehen noch und die Innenstadt ist Fu\u00dfg\u00e4ngerzone. Von dort aus sind 2 Kreuzz\u00fcge gestartet. Wir schlendern durch die Gassen, kommen am zentralen Hauptplatz an und genehmigen uns unseren Vormittagskaffee. Ich bin von der Hitze etwas m\u00fcde und habe keine Lust auf weite Spazierg\u00e4nge. Au\u00dferdem haben wir noch einen ziemlichen Weg vor uns. Gest\u00e4rkt durch den Kaffee gehen wir langsam zum Motorrad zur\u00fcck. Ich fahre erstmal \u00fcber den Gehsteig hinaus, bevor Mara aufsteigt und dann geht es hinein ins M\u00fcndungsdelta. Mara meint, dass die CARMARGUE ber\u00fchmt w\u00e4re f\u00fcr 3 Dinge: wei\u00dfe Pferde, schwarze Stiere und rosa Flamingos. Bei beinahe sturmartigem Wind aber fast wolkenlosem Himmel (im RHONE-Tal ist sehr oft starker Wind) durchkreuzen wir f\u00fcr einige Zeit die Gegend und k\u00f6nnen tats\u00e4chlich wei\u00dfe Pferde und schwarze Stiere in Umz\u00e4unungen sehen, finden aber leider keine rosa Flamingos \u2013 schade. Unser n\u00e4chster Stopp befindet sich hinter NIMES: die PONT DU GARD. Diese erreichen wir, indem wir die schnellere, aber kostenpflichtige Autobahn nehmen, denn heute wollen wir uns das Verkehrschaos der normalen Stra\u00dfen nicht geben. F\u00fcr mich ist es immer wieder etwas verwirrend, weil es 2 verschiedene Autobahnen gibt: Das verwirrende f\u00fcr mich: Bei uns in \u00d6sterreich sind die \u201eechten\u201c Autobahnen ja mit blauen Schildern angeschrieben. Nahe der PONT DU GARD verwirren mich dann Hinweisschilder abermals, bis Mara mich aufkl\u00e4rt: klar gibt es Hinweisschilder in 2 verschiedene Richtungen, weil die PONT DU GARD ja einen Fluss \u00fcberspannt und der hat ja 2 Ufer. Man kann also aus 2 verschiedenen Richtungen zufahren. Wir nehmen flussabw\u00e4rts gesehen die linke Zufahrt und parken die SOL auf einem riesigen Parkplatz. Dort lassen wir unsere Helme und Jacken am Motorrad, denn sie bei dieser feuchten Hitze \u00fcber l\u00e4ngere Zeit zu tragen w\u00e4re zu ersch\u00f6pfend. Immerhin tragen wir Motorradhose und -stiefel. \u00dcber einen kurzen Weg erreichen wir ein gro\u00dfes Besucherzentrum mit Restaurationen, WCs und Shops und danach geht\u2019s zum ber\u00fchmten Aqu\u00e4dukt. Dieses wurde vor mehr als 2000 Jahren von den R\u00f6mern gebaut und war Teil einer 132 km langen Wasserversorgung f\u00fcr die antike Stadt NIMES. Der Anblick ist fantastisch. Ich finde es \u00fcberaus bemerkenswert, dass so ein gro\u00dfes Bauwerk nur mit Muskelkraft erbaut werden konnte. Wir k\u00f6nnen erkennen, dass neben dem Aqu\u00e4dukt sp\u00e4ter eine Br\u00fccke f\u00fcr normalen Verkehr angebaut wurde. Der Fluss Gard f\u00fchrt nur wenig Wasser, gerade genug, um ein Badeparadies f\u00fcr die lokale Bev\u00f6lkerung zu sein. Auf der Br\u00fccke stehend, betrachte ich die Badenden und angesichts der Str\u00f6me von Schwei\u00df welche sich an mir hinunterergie\u00dfen beneide ich die Leute dort unten ein wenig. Zur\u00fcck im Besucherzentrum gehen wir dann erstmal aufs WC und genie\u00dfen dann ein Eis. Die SOL und unsere Motorradklamotten stehen immer noch dort, wo wir sie gelassen haben und nach einem kr\u00e4ftigen Schluck aus unseren Flaschen fahren wir dann weiter Richtung MANOSQUE. Am Stra\u00dfenrand sehen wir immer wieder Verkaufsst\u00e4nde wo Obst und Gem\u00fcse verkauft wird. Als wir uns einigen an so einem Stand eine Pause zu machen und frisches Obst zu kaufen kommt dann l\u00e4ngere Zeit keiner mehr. Dann sehen wir doch einen Stand und eine Ausweiche wo ich die SOL bequem zum Stehen bringen und abstellen kann. Wir kaufen frische Feigen, die praktisch sofort verschnabuliert werden. Die frischen Nektarinen essen wir nicht alle sofort auf womit ein Teil in die Sturzb\u00fcgeltaschen kommt. \u00dcber Nebenstra\u00dfen geht es langsam Richtung PROVENCE und die Gegend wird l\u00e4ndlicher. Unsere Unterkunft f\u00fcr heute ist nicht direkt in MANOSQUE sondern in einer kleinen Ortschaft namens SAINT MICHEL L OBSERVATOIRE. Das ist ein wirklich winziger, liebevoll hergerichteter Marktflecken mit mittelalterlichem Touch. Gelegen auf an einem Berghang hat dieser Ort tats\u00e4chlich den Namen von einem Observatorium, das nur wenige Kilometer weiter am Gipfel des Berges erbaut wurde. An der angegebenen Adresse findet sich aber keinerlei Hauseingang. Zweimal umkreisen wir die H\u00e4userzeile \u2013 kein Ergebnis. Mara packt schlie\u00dflich ihr Handy aus und ruft den Vermieter an. Der kommt eilenden Schrittes an und kl\u00e4rt uns auf: Die Adresse ist die Adresse der Garage, wo wir die SOL unterbringen k\u00f6nnen. Das Haus liegt, so wie die gesamte H\u00e4userzeile an einem Hang und die Garage ist eigentlich nur das untere Ende des Grundst\u00fcckes. Der tats\u00e4chliche Eingang zu unserem Apartment befindet sich in einer der Stra\u00dfen, welche wir schon 2 x durchfahren haben. W\u00e4hrend Mara beim Vermieter bleibt und in das Apartment eingewiesen wird, gehe ich runter zur SOL und parke sie vor den Eingang der Wohnung. Nach dem Abladen allen Gep\u00e4cks stelle ich sie wieder dorthin, wo sie vorher geparkt war: auf den Gehsteig gegen\u00fcber der Garage. Hier wird sich sicher niemand dar\u00fcber aufregen, dass \u00fcber Nacht ein Motorrad auf dem Gehsteig parkt. Uns wird erkl\u00e4rt, dass die Vermieter das Haus erst vor 5 Jahren gekauft haben und jetzt St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck herrichten. Das Haus ist 700 Jahre alt und hat sogar einen putzigen, engen Abgang in den Garten, welchen wir ebenfalls benutzen k\u00f6nnten, wenn wir wollten. Das Fr\u00fchst\u00fcck am n\u00e4chsten Tag w\u00fcrde der Vermieter in einem Korb vor die T\u00fcre stellen und dann anl\u00e4uten. Was f\u00fcr ein Service! Das Apartment ist gro\u00df mit eigener gro\u00dfer K\u00fcche, einem Schlafraum sowie Bad und WC. Verschwitzt von der Fahrt duschen wir uns zun\u00e4chst und unternehmen dann einen Spaziergang durch diesen putzigen Ort. Wir k\u00f6nnten auch einen Supermarkt f\u00fcr Getr\u00e4nke gebrauchen, k\u00f6nnen aber keinen finden. Am n\u00e4chsten Morgen m\u00fcssen wir von einer Anwohnerin erfahren, dass sich der n\u00e4chste Supermarkt in MANOSQUE befindet. Am Hauptplatz gibt es ein kleines Wirtshaus. Das ist offensichtlich der Treffpunkt des Ortes. Wir lassen uns ebenfalls dort nieder und genie\u00dfen ein Cola mit Eis. Danach spazieren wir weiter und genie\u00dfen im sp\u00e4ten Abendlich die Aussichten in die Gegend. Wir k\u00f6nnen sogar eine alte Windm\u00fchle sehen \u2013 megaromantisch.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2766,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[127,128,154,22],"tags":[],"class_list":["post-1484","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-127","category-2022-tourentagebuch-frankreich-tour","category-millau-bis-manosque","category-bike-touren"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1484","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1484"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1484\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2900,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1484\/revisions\/2900"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2766"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1484"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1484"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1484"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}