{"id":1463,"date":"2022-07-17T13:52:26","date_gmt":"2022-07-17T11:52:26","guid":{"rendered":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/?p=1463"},"modified":"2025-06-09T19:50:55","modified_gmt":"2025-06-09T17:50:55","slug":"tag-3-sonntag-17-juli-2022-ungluecklicher-start-in-den-morgen-baden-im-atlantik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/2022\/07\/17\/tag-3-sonntag-17-juli-2022-ungluecklicher-start-in-den-morgen-baden-im-atlantik\/","title":{"rendered":"Tag 3 \u2013 Ungl\u00fccklicher Start in den Morgen, Baden im Atlantik"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-not-stacked-on-mobile is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Schilderung Atlan<\/p>\n\n\n\n<p>Der heutige Tag startet schon mal suboptimal: Mein Rasierapparat hat den Geist aufgegeben und l\u00e4sst sich nicht mehr aufladen. Offenbar ist der Akku kaputt. Ich werde in den n\u00e4chsten Tag noch mehrfach versuchen den Rasierer aufzuladen aber mein erster Verdacht \u201ekaputt\u201c best\u00e4tigt sich leider. Leider sind die Rasierapparate von BRAUN so konstruiert, dass sie mit angestecktem Ladekabel \u00fcberhaupt nicht funktionieren \u2013 auch dann nicht, wenn das Ger\u00e4t selbst vollst\u00e4ndig in Ordnung ist. F\u00fcr mich ist offensichtlich, dass die Fa. BRAUN hier eine versteckte H\u00fcrde eingebaut hat, Benutzer ihrer Ger\u00e4te hin und wieder dazu zu zwingen sich einen neuen Rasierapparat kaufen zu m\u00fcssen. Rasierapparate sind eigentlich recht zuverl\u00e4ssige Ger\u00e4te und wenn man sie am Stromkabel betreiben k\u00f6nnte, br\u00e4uchte man bestenfalls alle 20 Jahre einen neuen Apparat (abgesehen vom Wechsel des Scherkopfes)) \u2013 so eben alle 3 \u2013 5 Jahre.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch die Frustrationen gehen weiter. Nach einem Fr\u00fchst\u00fcck im Freien, nur gest\u00f6rt durch ein paar \u00fcbereifrige Wespen, beschlie\u00dfen wir heute zur \u201eDUNE DE PILAT\u201c zu fahren. Das ist die h\u00f6chste Sandd\u00fcne EUROPASs und sie liegt direkt am Meer. Baden im Meer ist also inbegriffen. Wir leeren also das Topcase aus, um nur die Badesachen hineinzugeben und etwas Verpflegung und viele Getr\u00e4nke. Am Nachmittag zeigt der Bordthermometer dann uns\u00e4gliche 40 Grad an. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden habe ich immer ein externes Starterpack mit dabei, um bei einem Versagen der Batterie trotzdem das Motorrad starten zu k\u00f6nnen. Das war schon in meiner Motorradkarriere mehrfach sehr hilfreich. Die Batterie ist aber gerade mal 1 Jahr alt und es ist eine Markenbatterie. Ergo wird auch dieses Teil im Hotel gelassen. Schwerer Fehler!<\/p>\n\n\n\n<p>Wir laden also alles ein machen uns dann auf zur n\u00e4chsten Tankstelle (nur 3 km entfernt). Dort brennt mittlerweile die Sonne unbarmherzig herunter und wir f\u00fcllen den fast leeren Tank voll.<\/p>\n\n\n\n<p>Erkl\u00e4rung: Jeder Tank hat einen \u00dcberlauf-\/Entl\u00fcftungbereich. Wenn ein Motorrad in einem geschlossenen Fahrzeug transportiert werden w\u00fcrde, best\u00fcnde die Gefahr, dass \u00fcber diesen \u00dcberlaufstutzen Benzin ins Freie entweicht. Wenn ein LKW so 20 Motorr\u00e4der transportiert, w\u00fcrde das einen infernalischen Benzingestank im Laderaum verursachen, Explosionsgefahr und die Gefahr einer Gasvergiftung, wenn der Fahrer dann in den Laderaum hineinmuss, um einige Motorr\u00e4der abzuladen. Ergo m\u00fcssen alle Motorr\u00e4der mit beinahe leerem Tank transportiert werden. Ich hatte noch gesch\u00e4tzte 3 Liter oder weniger im Tank (Tankvolumen 30 Liter).<\/p>\n\n\n\n<p>Unser erster Weg f\u00fchrt uns ergo zu einer Tankstelle. Dort tanken wir und dann: Motor startet nicht mehr. Mir ist sofort klar was los ist: Die vielen Starteralarme, welche ich vom GPS-Device erhalten hatte, waren keine Fehlfunktionen des Ger\u00e4ts \u2013 diese Startvorg\u00e4nge haben tats\u00e4chlich stattgefunden und damit die Batterie vollst\u00e4ndig ersch\u00f6pft. Kein Problem \u2013 ich habe ja einen extra Starter-Akku \u2013 der ausnahmsweise nicht im Topcase sondern im Hotelzimmer ist \u2013 SCH\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Ich muss also den Tankwart bitten mir ein Taxi zu rufen. Das \u00fcberfordert den armen Kerl etwas, was dazu f\u00fchrt, dass das Taxi erst nach 45 min eintrifft. Dann folgen gerade mal 3 Minuten Fahrt zum Hotel und w\u00e4hrend das Taxi unten vor dem Eingang und Mara unter einem Baum an der Tankstelle auf mich wartet, sprinte ich hinauf ins Zimmer und hole das Starterakku. Bei \u00fcberlauter Popmusik f\u00e4hrt der Fahrer mit mir los, vergisst, dass er mich zur Tankstelle bringen soll und f\u00e4hrt \u201eirgendwohin\u201c. Mittendrin versuche ich zu ergr\u00fcnden, warum der Taxometer gerade beinahe 50 EUR anzeigt, kann aber von dem Mann, der kein Englisch spricht, keinen zweckdienlichen Hinweis erhalten. Irgendwann fragt er mich dann, wohin ich gebracht werden will (mitten w\u00e4hrend der Fahrt, Fahrziel habe ich klarerweise schon bei Beginn der Fahrt bekanntgegeben). Er erkennt, dass er auf dem v\u00f6llig falschen Weg ist, dreht um und nach 45 Minuten kommen wir tats\u00e4chlich zur Tankstelle zur\u00fcck. Er hat mittlerweile den Taxometer stillgelegt, der bereits 52 EUR anzeigt und verlangt gro\u00dfz\u00fcgig \u201enur\u201c 50 EUR! Missmutig zahle ich den Betrag \u2013 Es ist die teuerste Taxifahrt meines Lebens.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich muss nur noch mit dem Bordwerkzeug die Batterie freilegen und mit Starterpack startet der Motor sofort. Mara meint noch ich solle den Motor auf keinen Fall wieder abstellen. In der Hitze im Schatten in Motorradklamotten zu warten war sicherlich kein Honigschlecken.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"916\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_1a-916x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2531\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_1a-916x1024.jpg 916w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_1a-268x300.jpg 268w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_1a-768x859.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_1a-1374x1536.jpg 1374w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_1a-1831x2048.jpg 1831w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_1a-1140x1275.jpg 1140w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_1a.jpg 1860w\" sizes=\"auto, (max-width: 916px) 100vw, 916px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Die Serie der Pannen hat damit aber noch kein Ende: Auf dem Weg zur K\u00fcste sehen wir immer wieder Meldungen \u00fcber die \u201eDUNE DE PILAT\u201c auf \u00dcberkopfanzeigen, k\u00f6nnen aber mangels Franz\u00f6sischkenntnissen nicht erkennen, was sie bedeuten. Ca. 10 km vor der D\u00fcne sehen wir dann in Rot eine Meldung, in der wir 3 Worte \u00fcbersetzen k\u00f6nnen \u201eDUNE DE PILAT\u201c, \u201eFeu\u201c und \u201einterdid\u201c. Aha: Der Zugang zur D\u00fcne ist also wegen des Waldbrandes untersagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischendurch machen wir an einem Gesch\u00e4ft halt und munitionieren uns mit gr\u00f6\u00dferen Mengen an Mineralwasser und Fruchtsaft auf. Ich sch\u00e4tze unseren pers\u00f6nlichen Fl\u00fcssigkeitsverbrauch zu diesem Zeitpunkt auf 0,75 Liter pro Stunde. Der Bordthermometer zeigt 40 Grad an! Die SOL ist \u00fcbrigens ohne Probleme gestartet und hat auch sonst w\u00e4hrend unserer Reise niemals mehr irgendwelche Zicken gezeigt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Wenn wir die D\u00fcne schon nicht besuchen k\u00f6nnen, wollen wir sie wenigstens vom gegen\u00fcberliegenden mehrere Kilometer entfernten Ufer des CAP FERRAT sehen und beschlie\u00dfen dorthin zu fahren. Die Fahrerei der Franzosen macht mir langsam zu schaffen. Diese ist \u201esehr entspannt\u201c. Liegt es an der Hitze, an deren Fahrverhalten oder an meiner wachsenden Frustration: Dieses Dahinschleichen mit 65 km\/h auf offener breiter, gerade Landstra\u00dfe und das Abbremsen vor Kreisverkehren, auch wenn es keinen ersichtlichen Grund daf\u00fcr gibt, nervt mich enorm. FRANKREICH hat offenbar ein Faible f\u00fcr gro\u00dfe Kreisverkehre entwickelt. Im Laufe unserer Reise werden wir mehrspurige Kreisverkehre sehen mit Durchmessern von 100 Meter und mehr. Auch Kreisverkehre ohne Kreuzung mussten wir passieren. Mir hat sich irgendwie der Sinn dessen nicht erschlossen. Auch wenn der Kreisverkehr ganz offensichtlich v\u00f6llig leer sind: franz. Autofahrer bremsen sich bis zum Beinahestillstand ein um dann langsam in den Kreisverkehr einzufahren . WARUM NUR? WARUM????<\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4ter in CHAMONIX konnte ich beobachten, dass der Verkehr dadurch so langsam wurde, dass dem Autofahrer vor mir dadurch mehrfach der Motor abgestorben ist. Der Fahrer hat durch Langsamfahren den Motor einfach abgew\u00fcrgt. Er startete wieder und niemand bemerkte es \u2013 es ging ja ohnehin nichts weiter, denn das Auto vor ihm war ja auch nicht schneller. Mich beschlich die Vermutung, dass in allen in FRANKREICH verkauften Autos per default nur der 1. Gang eingebaut war und h\u00f6here G\u00e4nge nur per Aufpreis verf\u00fcgbar waren. Einen Aufpreis, welchen nicht jeder bereit war zu zahlen. Das Positive f\u00fcr alle Fu\u00dfg\u00e4nger ist halt, dass sie, ohne zu z\u00f6gern, \u00fcberall die Fahrbahn betreten oder \u00fcberqueren konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach weiteren 40 Minuten erreichten wir schlie\u00dflich das Ende der Stra\u00dfe am CAP FERRAT, stellten die SOL ab und fl\u00fcchteten uns in den Schatten eines Kaffeehauses dort, um erstmal einen Nachmittagskaffe zu trinken und ein Eis zu essen. Danach kommt eine kleine Wanderung: Wir gehen einem langen Zaun entlang und k\u00f6nnen schlie\u00dflich den offenen Bereich des Strandes erreichen. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_3-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2638\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_3-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_3-300x225.jpg 300w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_3-768x576.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_3-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_3-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_3-1140x855.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Der Strand ist feiner Sand und mehrere 100 Meter breit. In der prallen Sonne ziehen wir unsere vor Schwei\u00df pitschnassen Motorradklamotten aus, schmieren uns mit Sonnenschutzfaktor 50 ein und gehen in den ATLANTIK baden. Es herrscht im Wasser eine starke Str\u00f6mung, vor der auch gewarnt wird und ich habe Angst um Mara. Das Wasser des ATLANTIKs ist viel w\u00e4rmer als erwartet und sehr erfrischend. Wir plantschen eine Weile herum und genie\u00dfen das Wasser, die Wellen und das Gef\u00fchl, dass nach all diesen Pleiten endlich die Entspannung angefangen hat.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"916\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_1a-916x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2531\" srcset=\"https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_1a-916x1024.jpg 916w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_1a-268x300.jpg 268w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_1a-768x859.jpg 768w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_1a-1374x1536.jpg 1374w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_1a-1831x2048.jpg 1831w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_1a-1140x1275.jpg 1140w, https:\/\/motorradjedi.reisen\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Frankreichtour_T3_1a.jpg 1860w\" sizes=\"auto, (max-width: 916px) 100vw, 916px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00f6nnen ganz deutlich den Waldbrand sehen, dessen riesige Rauchwolke und 3 bis 4 L\u00f6schflugzeuge, welche in endlosen Zirkeln Wasser aus dem Meer aufnehmen und \u00fcber dem Brandherd abladen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am sp\u00e4teren Nachmittag zogen wir uns wieder unsere Motorradklamotten an und gingen zur\u00fcck. F\u00fcr mich machte es keinen Sinn, dass wir beide den langen, anstrengenden Weg durch den Sand zur\u00fcck zum Bike gehen w\u00fcrden. An einem Parkplatz lies ich Mara mit allem Bade-Gep\u00e4ck zur\u00fcck und marschierte in meiner Motorradhose + Motorradstiefel zur SOL zur\u00fcck, um mit Motorrad Mara dann abzuholen. Das war eine Willensanstrengung in der Hitze von 40 Grad bei nur sp\u00e4rlich Schatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck geht\u2019s dann ohne Umweg bedeutend schneller und Mara zaubert ein formidables Men\u00fc aus franz. Brot, franz. K\u00e4se, franz. Wurst und franz. Wein ins Hotelzimmer. Hmmmmmm!!! Wir mussten den gesamten Inhalt der Weinflasche nutzen, um zu einem abschlie\u00dfenden Urteil \u00fcber den Geschmack zu kommen \ud83d\ude0a<\/p>\n\n\n\n<p>Danach packen wir f\u00fcr Morgen da wir zeitig aufstehen wollen um die Gegend rund um BORDEAUX in Richtung LASCAUX zu verlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>So gegen 23:30 gabs dann ein kleines, langsames Erdbeben, dass nicht mehr aufh\u00f6ren wollte. Dauernd bewegte sich der Boden aber das Bett war nicht weit entfernt.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute hatte ich den Eindruck, dass irgendwo unsichtbar ein magischer Zwerg meine Frustrationsf\u00e4higkeit austesten wollte aber trotz allem hatten wir das f\u00fcr heute geplante Programm erf\u00fcllen k\u00f6nnen: SOL auftanken, im ATLANTIK baden und franz. Wein kosten \ud83d\ude0a<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-not-stacked-on-mobile is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schilderung Atlan Der heutige Tag startet schon mal suboptimal: Mein Rasierapparat hat den Geist aufgegeben und l\u00e4sst sich nicht mehr aufladen. Offenbar ist der Akku kaputt. Ich werde in den n\u00e4chsten Tag noch mehrfach versuchen den Rasierer aufzuladen aber mein erster Verdacht \u201ekaputt\u201c best\u00e4tigt sich leider. Leider sind die Rasierapparate von BRAUN so konstruiert, dass sie mit angestecktem Ladekabel \u00fcberhaupt nicht funktionieren \u2013 auch dann nicht, wenn das Ger\u00e4t selbst vollst\u00e4ndig in Ordnung ist. F\u00fcr mich ist offensichtlich, dass die Fa. BRAUN hier eine versteckte H\u00fcrde eingebaut hat, Benutzer ihrer Ger\u00e4te hin und wieder dazu zu zwingen sich einen neuen Rasierapparat kaufen zu m\u00fcssen. Rasierapparate sind eigentlich recht zuverl\u00e4ssige Ger\u00e4te und wenn man sie am Stromkabel betreiben k\u00f6nnte, br\u00e4uchte man bestenfalls alle 20 Jahre einen neuen Apparat (abgesehen vom Wechsel des Scherkopfes)) \u2013 so eben alle 3 \u2013 5 Jahre. Doch die Frustrationen gehen weiter. Nach einem Fr\u00fchst\u00fcck im Freien, nur gest\u00f6rt durch ein paar \u00fcbereifrige Wespen, beschlie\u00dfen wir heute zur \u201eDUNE DE PILAT\u201c zu fahren. Das ist die h\u00f6chste Sandd\u00fcne EUROPASs und sie liegt direkt am Meer. Baden im Meer ist also inbegriffen. Wir leeren also das Topcase aus, um nur die Badesachen hineinzugeben und etwas Verpflegung und viele Getr\u00e4nke. Am Nachmittag zeigt der Bordthermometer dann uns\u00e4gliche 40 Grad an. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden habe ich immer ein externes Starterpack mit dabei, um bei einem Versagen der Batterie trotzdem das Motorrad starten zu k\u00f6nnen. Das war schon in meiner Motorradkarriere mehrfach sehr hilfreich. Die Batterie ist aber gerade mal 1 Jahr alt und es ist eine Markenbatterie. Ergo wird auch dieses Teil im Hotel gelassen. Schwerer Fehler! Wir laden also alles ein machen uns dann auf zur n\u00e4chsten Tankstelle (nur 3 km entfernt). Dort brennt mittlerweile die Sonne unbarmherzig herunter und wir f\u00fcllen den fast leeren Tank voll. Erkl\u00e4rung: Jeder Tank hat einen \u00dcberlauf-\/Entl\u00fcftungbereich. Wenn ein Motorrad in einem geschlossenen Fahrzeug transportiert werden w\u00fcrde, best\u00fcnde die Gefahr, dass \u00fcber diesen \u00dcberlaufstutzen Benzin ins Freie entweicht. 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Kein Problem \u2013 ich habe ja einen extra Starter-Akku \u2013 der ausnahmsweise nicht im Topcase sondern im Hotelzimmer ist \u2013 SCH\u2026 Ich muss also den Tankwart bitten mir ein Taxi zu rufen. Das \u00fcberfordert den armen Kerl etwas, was dazu f\u00fchrt, dass das Taxi erst nach 45 min eintrifft. Dann folgen gerade mal 3 Minuten Fahrt zum Hotel und w\u00e4hrend das Taxi unten vor dem Eingang und Mara unter einem Baum an der Tankstelle auf mich wartet, sprinte ich hinauf ins Zimmer und hole das Starterakku. Bei \u00fcberlauter Popmusik f\u00e4hrt der Fahrer mit mir los, vergisst, dass er mich zur Tankstelle bringen soll und f\u00e4hrt \u201eirgendwohin\u201c. Mittendrin versuche ich zu ergr\u00fcnden, warum der Taxometer gerade beinahe 50 EUR anzeigt, kann aber von dem Mann, der kein Englisch spricht, keinen zweckdienlichen Hinweis erhalten. Irgendwann fragt er mich dann, wohin ich gebracht werden will (mitten w\u00e4hrend der Fahrt, Fahrziel habe ich klarerweise schon bei Beginn der Fahrt bekanntgegeben). Er erkennt, dass er auf dem v\u00f6llig falschen Weg ist, dreht um und nach 45 Minuten kommen wir tats\u00e4chlich zur Tankstelle zur\u00fcck. Er hat mittlerweile den Taxometer stillgelegt, der bereits 52 EUR anzeigt und verlangt gro\u00dfz\u00fcgig \u201enur\u201c 50 EUR! Missmutig zahle ich den Betrag \u2013 Es ist die teuerste Taxifahrt meines Lebens. Ich muss nur noch mit dem Bordwerkzeug die Batterie freilegen und mit Starterpack startet der Motor sofort. Mara meint noch ich solle den Motor auf keinen Fall wieder abstellen. In der Hitze im Schatten in Motorradklamotten zu warten war sicherlich kein Honigschlecken. Die Serie der Pannen hat damit aber noch kein Ende: Auf dem Weg zur K\u00fcste sehen wir immer wieder Meldungen \u00fcber die \u201eDUNE DE PILAT\u201c auf \u00dcberkopfanzeigen, k\u00f6nnen aber mangels Franz\u00f6sischkenntnissen nicht erkennen, was sie bedeuten. Ca. 10 km vor der D\u00fcne sehen wir dann in Rot eine Meldung, in der wir 3 Worte \u00fcbersetzen k\u00f6nnen \u201eDUNE DE PILAT\u201c, \u201eFeu\u201c und \u201einterdid\u201c. Aha: Der Zugang zur D\u00fcne ist also wegen des Waldbrandes untersagt. Zwischendurch machen wir an einem Gesch\u00e4ft halt und munitionieren uns mit gr\u00f6\u00dferen Mengen an Mineralwasser und Fruchtsaft auf. Ich sch\u00e4tze unseren pers\u00f6nlichen Fl\u00fcssigkeitsverbrauch zu diesem Zeitpunkt auf 0,75 Liter pro Stunde. Der Bordthermometer zeigt 40 Grad an! Die SOL ist \u00fcbrigens ohne Probleme gestartet und hat auch sonst w\u00e4hrend unserer Reise niemals mehr irgendwelche Zicken gezeigt. Wenn wir die D\u00fcne schon nicht besuchen k\u00f6nnen, wollen wir sie wenigstens vom gegen\u00fcberliegenden mehrere Kilometer entfernten Ufer des CAP FERRAT sehen und beschlie\u00dfen dorthin zu fahren. Die Fahrerei der Franzosen macht mir langsam zu schaffen. Diese ist \u201esehr entspannt\u201c. Liegt es an der Hitze, an deren Fahrverhalten oder an meiner wachsenden Frustration: Dieses Dahinschleichen mit 65 km\/h auf offener breiter, gerade Landstra\u00dfe und das Abbremsen vor Kreisverkehren, auch wenn es keinen ersichtlichen Grund daf\u00fcr gibt, nervt mich enorm. FRANKREICH hat offenbar ein Faible f\u00fcr gro\u00dfe Kreisverkehre entwickelt. Im Laufe unserer Reise werden wir mehrspurige Kreisverkehre sehen mit Durchmessern von 100 Meter und mehr. Auch Kreisverkehre ohne Kreuzung mussten wir passieren. Mir hat sich irgendwie der Sinn dessen nicht erschlossen. Auch wenn der Kreisverkehr ganz offensichtlich v\u00f6llig leer sind: franz. Autofahrer bremsen sich bis zum Beinahestillstand ein um dann langsam in den Kreisverkehr einzufahren . WARUM NUR? WARUM???? Sp\u00e4ter in CHAMONIX konnte ich beobachten, dass der Verkehr dadurch so langsam wurde, dass dem Autofahrer vor mir dadurch mehrfach der Motor abgestorben ist. Der Fahrer hat durch Langsamfahren den Motor einfach abgew\u00fcrgt. Er startete wieder und niemand bemerkte es \u2013 es ging ja ohnehin nichts weiter, denn das Auto vor ihm war ja auch nicht schneller. Mich beschlich die Vermutung, dass in allen in FRANKREICH verkauften Autos per default nur der 1. Gang eingebaut war und h\u00f6here G\u00e4nge nur per Aufpreis verf\u00fcgbar waren. Einen Aufpreis, welchen nicht jeder bereit war zu zahlen. Das Positive f\u00fcr alle Fu\u00dfg\u00e4nger ist halt, dass sie, ohne zu z\u00f6gern, \u00fcberall die Fahrbahn betreten oder \u00fcberqueren konnten. Nach weiteren 40 Minuten erreichten wir schlie\u00dflich das Ende der Stra\u00dfe am CAP FERRAT, stellten die SOL ab und fl\u00fcchteten uns in den Schatten eines Kaffeehauses dort, um erstmal einen Nachmittagskaffe zu trinken und ein Eis zu essen. Danach kommt eine kleine Wanderung: Wir gehen einem langen Zaun entlang und k\u00f6nnen schlie\u00dflich den offenen Bereich des Strandes erreichen. Der Strand ist feiner Sand und mehrere 100 Meter breit. In der prallen Sonne ziehen wir unsere vor Schwei\u00df pitschnassen Motorradklamotten aus, schmieren uns mit Sonnenschutzfaktor 50 ein und gehen in den ATLANTIK baden. Es herrscht im Wasser eine starke Str\u00f6mung, vor der auch gewarnt wird und ich habe Angst um Mara. Das Wasser des ATLANTIKs ist viel w\u00e4rmer als erwartet und sehr erfrischend. Wir plantschen eine Weile herum und genie\u00dfen das Wasser, die Wellen und das Gef\u00fchl, dass nach all diesen Pleiten endlich die Entspannung angefangen hat. Wir k\u00f6nnen ganz deutlich den Waldbrand sehen, dessen riesige Rauchwolke und 3 bis 4 L\u00f6schflugzeuge, welche in endlosen Zirkeln Wasser aus dem Meer aufnehmen und \u00fcber dem Brandherd abladen. Am sp\u00e4teren Nachmittag zogen wir uns wieder unsere Motorradklamotten an und gingen zur\u00fcck. F\u00fcr mich machte es keinen Sinn, dass wir beide den langen, anstrengenden Weg durch den Sand zur\u00fcck zum Bike gehen w\u00fcrden. An einem Parkplatz lies ich Mara mit allem Bade-Gep\u00e4ck zur\u00fcck und marschierte in meiner Motorradhose + Motorradstiefel zur SOL zur\u00fcck, um mit Motorrad Mara dann abzuholen. Das war eine Willensanstrengung in der Hitze von 40 Grad bei nur sp\u00e4rlich Schatten. Zur\u00fcck geht\u2019s dann ohne Umweg bedeutend schneller und Mara zaubert ein formidables Men\u00fc aus franz. Brot, franz. K\u00e4se, franz. Wurst und franz. Wein ins Hotelzimmer. Hmmmmmm!!! Wir mussten den gesamten Inhalt der Weinflasche nutzen, um zu einem abschlie\u00dfenden Urteil \u00fcber den Geschmack zu kommen \ud83d\ude0a Danach packen wir f\u00fcr Morgen da wir zeitig aufstehen wollen um die Gegend rund um BORDEAUX in Richtung LASCAUX zu verlassen. So gegen 23:30 gabs dann ein kleines, langsames Erdbeben, dass nicht mehr aufh\u00f6ren wollte. Dauernd bewegte sich der Boden aber das Bett war nicht weit entfernt. Heute hatte ich den Eindruck, dass irgendwo unsichtbar ein magischer Zwerg meine Frustrationsf\u00e4higkeit austesten wollte aber trotz allem hatten wir das f\u00fcr heute geplante Programm erf\u00fcllen k\u00f6nnen: SOL auftanken, im ATLANTIK baden und franz. Wein kosten \ud83d\ude0a<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1527,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[127,128,22,153],"tags":[],"class_list":["post-1463","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-127","category-2022-tourentagebuch-frankreich-tour","category-bike-touren","category-von-wien-bis-millau"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1463","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1463"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1463\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2882,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1463\/revisions\/2882"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1527"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1463"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1463"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/motorradjedi.reisen\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1463"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}